Seit über einem Jahr gibt es eine Kooperation zwischen dem vormaligen Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft und der Business Association of Georgia (BAG), einem großen und aktiven Unternehmerverband in der Kaukasusrepublik. Im Rahmen dieser Kooperation fand das zweite Deutsch-Georgische Wirtschaftsforum statt, das Anfang Juni in der georgischen Hauptstadt Tiflis Unternehmensvertreter beider Länder zusammenführte. Mitveranstalter waren neben dem Ost-Ausschuss – Osteuropaverein (OAOEV) und der BAG die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien (DWV) und das georgische Außenministerium.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier prägte mit seiner Rede den ersten Jahresempfang des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins am 28. Juni in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG. Im ehemaligen Kaiserlichen Telegrafenamt sprach Altmaier über die Reizthemen Sanktionen, Nord Stream 2 und Digitalisierung und kündigte an, im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland weiter aktiv zu vermitteln.
Mit der Verschmelzung von Ost-Ausschuss und Osteuropaverein erscheinen die Ost-Ausschuss Informationen unter dem neuen Titel Osteuropa Informationen. In der ersten Ausgabe stellen wir den neuen Verband im Überblick vor. Schwerpunkt der Ausgabe ist das 15-jährige Jubiläum des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans. Wir berichten über die Geschichte des Programms und lassen Alumni und Unternehmen zu Wort kommen.
Am 29. Mai 2018 fand in Belgrad die feierliche Verabschiedung der diesjährigen serbischen Stipendiaten des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans statt. Gemeinsam mit 42 weiteren jungen Talenten aus der gesamten Region des Westlichen Balkans werden die 19 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Serbien am 2. Juli 2018 ihre Praktika in führenden deutschen Unternehmen beginnen.
Die wirtschaftliche Bedeutung Mittelosteuropas und die Herausforderungen für deutsche Unternehmen warten nicht. Bereits Mitte Mai fand in Vorbereitung der Verschmelzung von Osteuropaverein und Ost-Ausschuss die konstituierende Sitzung des neuen Länderkreises Mittelosteuropa statt, der als siebter Länderarbeitskreis des fusionierten Verbandes die Länder Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Estland, Lettland und Estland abdeckt. Rund 25 Mitgliedsunternehmen beider Verbände nahmen an der Premiere teil.
Am 14. Mai reiste eine Wirtschaftsdelegation nach Usbekistan. Mit über 70 Teilnehmern war es die größte Reisegruppe, die der Ost-Ausschuss jemals nach Zentralasien geführt hat. Grund für den Andrang: Das Land befindet sich in einem atemberaubenden Strukturwandel und setzt dabei stark auf die deutsche Wirtschaft. Mit 30 Millionen Einwohnern, davon rund 50 Prozent unter 25 Jahren, ist Usbekistan das bevölkerungsreichste Land in Zentralasien. Altehrwürdige Städte entlang der Seidenstraße künden von großem Reichtum und kultureller und wissenschaftlicher Blüte.
Während sich Usbekistan große Mühe gibt, im Werben um deutsche Unternehmen Boden gut zu machen, ist Kasachstan mit Abstand die wichtigste Destination für die deutsche Wirtschaft in Zentralasien. Diese Führungsrolle in der Region hat sich die kasachische Regierung mit frühzeitigen Wirtschaftsreformen und einer klaren Internationalisierungsstrategie erarbeitet.
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