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Medienecho

Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft dringt auf eine stärkere Risikoabsicherung für Investitionen in der Ukraine.
Deutsche Firmen machten unter Viktor Orbán lange gute Geschäfte. Doch nun versucht Ungarns Premier, Unternehmer mit Repressionen aus dem Land zu drängen. Nutznießer sind Oligarchen, denen die Firmen zugeschanzt werden sollen.
„Auch im letzten Jahr unter diesen furchtbaren Kriegszuständen ist der Handel nicht so stark zurückgegangen, wie man es hätte befürchten müssen“, erklärte Harms im Interview mit dem Fernsehsender Phoenix.
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) betreibt seit 2001 in Odessa den größten und modernsten Containerterminal der Ukraine. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 ist der Seeumschlag dort weitgehend eingestellt.
Russland werde – anders als von Moskau behauptet – auch nicht indirekt daran gehindert, Lebensmittel und Dünger zu liefern, heißt es aus Brüssel zu entsprechenden russischen Vorwürfen. Das Land verkaufe sogar mehr Getreide.
Die Staaten in Zentralasien und auf dem Kaukasus kaufen ein wie nie zuvor: Pumpen, Autos, Computer. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft relativiert den Exportanstieg allerdings mit dem Blick auf die absoluten Zahlen.
Die deutschen Ausfuhren nach Russland haben sich im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 45 Prozent verringert – ein historisches Tief. Man beobachte eine Neuorientierung der Unternehmen, um die verlorenen Märkte und Lieferketten zu kompensieren.
Deutsche Firmen sind weiter in Russland – machen aber oft keine Geschäfte mehr. Die russische Regierung tut inzwischen alles, um einen Rückzug ausländischer Unternehmen zu verhindern. Der Wirtschaftswissenschaftler Simon Evenett von der Universität St. Gallen sieht das anders. Für ihn sind es noch viel zu wenig Unternehmen, die dem Land den Rücken gekehrt haben. 
Trotz des Krieges in der Ukraine hat der deutsche Handel mit den Ländern Mittel- und Osteuropas im vergangenen Jahr weiter zugelegt. Mit einem Gesamt­umsatz von 562 Milliarden Euro wurde ein neuer Rekord erreicht. Wichtigste Partner sind Polen und Tschechien.
Der wegen der Sanktionen erwartete Einbruch der russischen Wirtschaft ist ausgeblieben. Auch werde Putin das Geld für den Krieg nicht ausgehen. „Es wird keinen Zusammenbruch der russischen Wirtschaft geben“, sagt Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms.

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