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Pressemitteilungen

Schwerpunkt Ukraine und Belarus/ Geschäftsklima-Umfrage Russland

Verhandlungen über einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zwischen der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion als wichtigen Schritt zur Lösung des Ukraine-Konflikts wünscht sich eine klare Mehrheit der deutschen Unternehmen im Russland-Geschäft. Dies ist ein Ergebnis der gemeinsamen Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), deren Ergebnisse wir in dieser Ausgabe vorstellen. Sie zeigt außerdem, wie sich das Geschäftsklima in Russland im Gefolge des Ukraine-Konflikts massiv eingetrübt hat.

Krise birgt Risiken für ganz Osteuropa/ Exporte in GUS-Raum brechen ein/ Cordes: Minsk II muss durch stetigen Dialogprozess begleitet werden

Der seit über einem Jahr andauernde Konflikt um die politische und wirtschaftliche Zukunft der Ukraine hat massive negative Konsequenzen für den deutschen Handel mit Osteuropa: Die deutschen Exporte sowohl nach Russland (-18 Prozent) und in die Ukraine (-33 Prozent) als auch in die benachbarten Länder Kasachstan (-20 Prozent) und Belarus (-21 Prozent) sanken deutlich.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer haben im Januar 2015 zum zwölften Mal ihre jährliche Umfrage zum Geschäftsklima in Russland unter ihren Mitgliedsunternehmen durchgeführt. Schwerpunkte waren wie in jedem Jahr die Investitionsbedingungen vor Ort, die aktuellen Geschäftseinschätzungen der Unternehmen und deren Erwartungen an die zukünftige russische Wirtschaftspolitik, aber auch die Folgen der Wirtschaftssanktionen und des wirtschaftlichen Abschwungs in Russland. In diesem Jahr standen zudem Fragen nach den unmittelbaren Konsequenzen der Sanktionen und des Ukraine-Konflikts sowie die Bewertung der möglichen langfristigen Folgen dieses Konflikts im Mittelpunkt. Insgesamt 156 Unternehmen haben sich zu den Fragen geäußert, deutlich mehr als im Vorjahr. Für die Auswertung wurde Anonymität zugesichert.
 
12. Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer/ Geschäftsklima in Russland deutlich abgekühlt/ Große Mehrheit der Unternehmen lehnt Wirtschaftssanktionen ab
 
Eine klare Mehrheit der deutschen im Russland-Geschäft aktiven Unternehmen wünscht sich Verhandlungen über einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zwischen der Europäischen Union (EU) und der Eurasischen Wirtschaftsunion als wichtigen Schritt zur Lösung des Ukraine-Konflikts. Dies ist ein Ergebnis der gemeinsamen Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), die der Präsident der AHK Rainer Seele und der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes heute in Moskau vorstellten. Mehr als drei Viertel der 156 befragten Unternehmen würden die Ukraine demnach gern als Teil eines gemeinsamen Wirtschaftsraums der EU mit der Eurasischen Wirtschaftsunion sehen.

Der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes in der Rheinischen Post zur Entwicklung des Russland-Handels

Die anhaltenden Sanktionen gegen Russland machen der deutschen Wirtschaft schwer zu schaffen. 2014 seien den jüngsten Zahlen zufolge die deutschen Exporte nach Russland „um 18 Prozent oder umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro gesunken“, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, auf Anfrage unserer Redaktion.

Ost-Ausschuss beteiligt sich vom 15. bis 17. Januar 2015 am Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) im Rahmen der Grünen Woche in Berlin

Vom 15. bis 17. Januar 2015 treffen sich in Berlin rund 60 Landwirtschaftsminister und mehr als 1.000 Agrarexperten und Wirtschaftsvertreter zum 7. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), der agrarpolitischen Auftaktveranstaltung der Internationalen Grünen Woche. Das GFFA steht in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema „Wachsende Nachfrage nach Nahrung, Rohstoffen und Energie: Chancen für die Landwirtschaft, Herausforderungen für die Ernährungssicherung?“

Als Trägerverband des Global Forum for Food and Agriculture beteiligt sich die Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft traditionell mit eigenen Veranstaltungen an diesem hochrangig besetzten Treffen der internationalen Agrar- und Ernährungswirtschaft.

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