Osteuropa gewinnt als Absatzmarkt wieder an Gewicht/ Kräftige Belebung im Russland-Handel trotz Sanktionen/ Solide Nachfrage in Südosteuropa und der Ukraine

Der deutsche Handel mit Osteuropa ist mit viel Schwung ins Jahr 2017 gestartet. Dies zeigen die vom Ost-Ausschuss ausgewerteten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Im ersten Quartal 2017 stiegen die Ausfuhren in die 21 vom Ost-Ausschuss betreuten Länder gegenüber dem Vorjahr um knapp 20 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Sie wuchsen damit erneut deutlich stärker als der deutsche Export insgesamt (8,5 Prozent). Noch kräftiger kletterte der deutsche Import aus der Region: Er legte um 27,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro zu.

Ost-Ausschuss-Delegation besuchte Moskau/ Schwerpunkte Lokalisierung und Mittelstand

Mitte Mai 2017 reiste der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele zusammen mit Geschäftsführer Michael Harms zu hochrangigen Treffen nach Moskau. Schwerpunkte der Gespräche waren die aktuellen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland sowie die Themen Lokalisierung und Mittelstandsförderung.

Treffen am 15./16. Mai mit Vize-Premier Schuwalow und Wirtschaftsminister Oreschkin/ Pilotvereinbarung zur deutsch-russischen Mittelstandsförderung/ Deutsch-russischer Handel legt sprunghaft zu

Am 15. und 16. Mai 2017 reist der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Wolfgang Büchele zusammen mit Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms zu hochrangigen Treffen nach Moskau. Auf dem Programm stehen unter anderem Begegnungen mit dem Ersten Vize-Premierminister Igor Schuwalow, dem Minister für wirtschaftliche Entwicklung Maxim Oreschkin sowie mit Repräsentanten deutscher Unternehmen in Russland. Schwerpunkte der Gespräche sind die Themen Lokalisierung und Mittelstandsförderung

Der stellvertretende Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Schäfer zur Russland-Reise der Bundeskanzlerin

Klaus Schäfer (CEO Uniper SE), Stellvertretender Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und Sprecher des Arbeitskreises Russland im Ost-Ausschuss, zum Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Russland am 2. Mai.

Ost-Ausschuss-Diskussion mit dem russischen Vize-Industrieminister Osmakow auf der Hannover Messe

„Wer als Unternehmen nicht dabei ist, wird verschwinden.“ Dieser Satz aus dem Munde von Eberhard Veit, langjähriger Vorstandsvorsitzender des Maschinenbauers Festo, beschreibt die ganze Dramatik, die mit dem Begriff „Digitalisierung“ für die europäische Industrie verbunden ist. Welche Anforderungen die Digitalisierung an Unternehmen und Regierungen stellt und welche deutsch-russischen Kooperationsmöglichkeiten dadurch neu entstehen, dies war Thema einer hochrangig besetzten Diskussionsrunde, die der Ost-Ausschuss gemeinsam mit Roscongress auf der diesjährigen Hannover Messe organisierte.

Plädoyers für einen Dialog zwischen EU und EAWU und Stärkung der WTO beim 5. east forum Berlin

Am 6. April 2017 diskutierten anlässlich des 5. east forum Berlin über 300 internationale Teilnehmer über Wege zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum in Europa und Eurasien. Der stellvertretende WTO-Generaldirektor Karl Brauner plädierte dabei leidenschaftlich für die Akzeptanz internationaler Handelsregeln und Schiedsgerichtsverfahren. Sollten die USA unter der neuen Administration die Autorität der Welthandelsorganisation (WTO) in Frage stellen, wie dies angekündigt worden sei, könnte das gesamte Welthandelssystem vor dem Kollaps stehen.

Forderungskatalog für einen Dialog zwischen EU und EAWU

Im Rahmen des 5. east forums Berlin wurde am 6. April ein „Berlin Memorandum“ vorgestellt, das der Arbeitskreis „Lissabon-Wladiwostok“ erarbeitet hat. In dem Arbeitskreis engagieren sich seit Ende 2015 eine Reihe von Privatpersonen und Verbände wie der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, das Deutsch-Russische Forum, der Osteuropaverein und der DIHK. Im Folgenden dokumentieren wir den englischen Originaltext des Memorandums. Das Dokument kann über die Internet-Seite www.lisbon-vladivostok.pro von Interessierten elektronisch unterschrieben werden.

Unternehmen können bis Anfang Juni Praktikumsplätze zur Verfügung stellen

Zum vierten Mal schreiben der Ost-Ausschuss und die Industrie- und Handelskammer der Ukraine Stipendien im Rahmen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für die Ukraine aus. Am 1. April 2017 begann die Akquisephase bei deutschen Unternehmen und in der Ukraine für den vierten Jahrgang, dessen Praktika im Februar 2018 starten. An rund 20 ukrainischen Universitäten und unterschiedlichsten Fachbereichen wird das Programm bis Anfang Juni vorgestellt. Begleitet werden diese Aktivitäten durch eine starke Präsenz im Social web, um eine zielgruppengerechte Ansprache zu gewährleisten.

Schwerpunktthemen east forum und Eurasische Wirtschaftsunion

Anfang April ist die neue Ausgabe der Ost-Ausschuss-Informationen erschienen. Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe ist das east forum Berlin, das sich seit nunmehr fünf Jahren für einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok einsetzt. Welche Wohlstandsgewinne solch ein gemeinsamer Wirtschaftsraum bringen könnte, erläutert Professor Gabriel Felbermayr vom ifo-Institut im Interview. Sie erfahren, welchen Nutzen die eurasische Integration für ein Land wie Kasachstan hat, und finden einen Rückblick auf fünf Jahre east forum. Außerdem berichten wir in dieser Ausgabe über die Entwicklung des deutschen Außenhandels mit Osteuropa im Jahr 2016 und stellen Ihnen die Ergebnisse der diesjährigen Geschäftsklima-Umfrage Russland vor, die der Ost-Ausschuss gemeinsam mit der AHK Russland zu Jahresbeginn durchführte.

Internationale Konferenz unterstreicht Willen zur Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok

Unter dem Motto „The future of European and Eurasian partnership: Rebuilding trust. Defining drivers. Overcoming barriers” bietet das 5. east forum Berlin am 6. April 2017 wieder über 300 internationalen Teilnehmern aus Wirtschaft und Politik eine Plattform zum Dialog über einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok. Angesichts zunehmender protektionistischer Tendenzen in der Weltwirtschaft, ausgelöst durch den Brexit und die neue US-Administration, will die Konferenz ein klares Zeichen für internationale Zusammenarbeit und offene Märkte setzen.