„Das deutsche Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr 2026 wurde wesentlich von den Exporten getragen. Einen erheblichen Anteil daran hat Mittel- und Osteuropa: Während die deutschen Ausfuhren in die USA und nach China in der ersten Jahreshälfte zusammen um gut zehn Milliarden Euro zurückgingen, stiegen die Exporte in die 29 Länder der Ost-Ausschuss-Region um fast elf Milliarden Euro auf 154,4 Milliarden Euro (+ 7,4 Prozent). Damit entfiel mehr als ein Drittel des weltweiten deutschen Exportzuwachses auf diese Region.
Das zeigt: Unsere östlichen Nachbarn sind längst eine tragende Säule der deutschen Exportwirtschaft. Besonders kräftig wuchsen erneut die Ausfuhren in die östlichen EU-Mitgliedstaaten, allen voran nach Polen und Tschechien, aber auch nach Ungarn, Rumänien und in die Slowakei. Diese fünf Länder gehören zu den 20 wichtigsten Handelspartnern Deutschlands weltweit. Ohne das östliche Europa hätte sich der deutsche Export nicht so dynamisch entwickelt. Wir sollten deshalb nicht nur auf China, die USA oder Mercosur schauen, sondern ebenso auf die Wachstumsmärkte vor unserer Haustür.
Um deren Potenzial besser zu nutzen, müssen Hindernisse im europäischen Binnenmarkt konsequent abgebaut und die wirtschaftliche Integration nach Osten beschleunigt werden. Eine glaubwürdige Beitrittsperspektive für die Länder des Westlichen Balkans sowie die Ukraine und Moldau wird diese Märkte noch enger an uns binden und Europas Position im geopolitischen Wettbewerb stärken. Zugleich müssen wir die wirtschaftlichen Partnerschaften mit Zentralasien und dem Südkaukasus vertiefen. Die Länder dieser Region sind wichtige Transitländer, Absatzmärkte sowie Energie- und Rohstofflieferanten. Im internationalen Wettbewerb um neue Märkte, Ressourcen und Handelswege dürfen wir keine Zeit mehr verlieren.“
Christian Himmighoffen
Leiter Presse und Kommunikation
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