Eröffnung des Zoran-Djindjic-Programms 2010

25. Juni 2010

Zum siebten Mal kommen junge Manager vom Westbalkan zu Praktika nach Deutschland

Am 24. Juni 2010 wurde der siebte Jahrgang des Zoran-Djindjic-Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan mit einem Empfang im Haus der Deutschen Wirtschaft offiziell eröffnet. Prof. Dr. Rainer Lindner, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, und Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, begrüßten die Stipendiaten und zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik.

„Das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan ist ein voller Erfolg!“ Mit diesen Worten eröffnete Rainer Lindner den Abendempfang in Berlin. 61 Studierende und junge Graduierte aus dem Westbalkan sind in diesem Jahr nach Deutschland gereist, um in 43 führenden deutschen Unternehmen ein Praktikum zu absolvieren. Sie sind Teilnehmer am Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan, das 2004 gemeinsam vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert wurde. Junge Menschen haben damit die Möglichkeit, in deutschen Unternehmen Praxiserfahrungen zu sammeln und den wirtschaftlichen Wiederaufbau in der Region zu unterstützen. Sie erhalten einen Einblick sowohl in marktwirtschaftliche Abläufe in Deutschland, als auch in Arbeitsweise und Management deutscher Unternehmen. Auf diesem Weg sollen junge Menschen näher an Deutschland und die Europäische Union gebracht werden.

Zum zweiten Mal sind in diesem Jahr Stipendiaten aus allen Ländern des Westbalkans nach Deutschland gereist. Das bringt die regionale Aussöhnung voran und errichtet ein branchenübergreifendes Netzwerk an jungen und qualifizierten Nachwuchskräften. Das Stipendienprogramm folgt damit einer Leitidee des großen Demokraten und Visionärs Zoran Djindjic, das wichtigste Gut eines jeden Landes zu fördern – seiner Menschen und ihrer Ausbildung, Erfahrung und Motivation.

Im Vorfeld ihres Aufenthaltes in Deutschland waren die Stipendiaten zu Gesprächen mit Vertretern der Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in den beteiligten Ländern eingeladen worden. Am 27. Mai 2010 wurden die Stipendiaten aus Serbien im Rahmen eines traditionellen Empfangs auf Einladung der serbischern Nationalbank im Beisein von Präsident Boris Tadic, Premierminister Mirko Cvetkovic und zahlreichen weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft verabschiedet.

Im Rahmen ihres Einführungsprogramms in Deutschland hatten die Stipendiaten weiterhin die Möglichkeit wichtige Institutionen in Deutschland kennenzulernen. In Gesprächen mit Vertretern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, des Auswärtigen Amts und der Stiftung Wissenschaft und Politik diskutierten die Teilnehmer über die bilaterale, vor allem wirtschaftliche, Zusammenarbeit Deutschlands mit den Ländern der Region und Fragen in Verbindung mit der Heranführung ihrer Heimatländer an die Europäische Union. Neben einer Einführung in die Geschichte Deutschlands und einem Training zu Kultur und Leben in Deutschland ermöglichte der gemeinsame einwöchige Aufenthalt den Stipendiaten das gegenseitige Kennenlernen und einen intensiven Austausch miteinander, bevor sie zu ihren in ganz Deutschland verteilten Gastunternehmen weiter reisten, um dort am 1. Juli 2010 ihre Praktika zu beginnen.

Alina Gumpert
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft