Deutsche Wirtschaft trifft Regierung der Ukraine

29. März 2010

Delegation zu Gesprächen mit dem neuen Ministerpräsidenten Asarow und zahlreichen Ministern seines Kabinetts in Kiew

Die Ukraine steht jetzt vor einer der größten wirtschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre. Die deutsche Wirtschaft ist bereit, die Ukraine bei der Bewältigung dieser Herausforderungen aktiv zu unterstützen. Dies war der Grundtenor bei den Gesprächen zwischen Spitzenvertretern der deutschen Wirtschaft und Ministerpräsident Mykola Asarow sowie zahlreichen Ministern der ukrainischen Regierung am Freitag in Kiew.

Der insgesamt zehn-köpfigen deutschen Delegation gehörten Vertreter namhafter deutscher Unternehmen und des deutschen Mittelstandes an. Es war die erste ausländische Wirtschaftsdelegation überhaupt seit der Präsidentschaftswahl und der Regierungsneubildung in der Ukraine. Die Delegationsreise wurde vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft organisiert und vom Vorsitzenden des Ost-Ausschusses Professor Dr. Klaus Mangold geleitet.

Das Gespräch verlief außerordentlich konstruktiv und konzentrierte sich vor allem auf die Verstärkung der Zusammenarbeit im Bereich der Energie sowie auf die Modernisierung der ukrainischen Wirtschaft. „Der ukrainische Premierminister sprach sich deutlich dafür aus, die Idee eines Internationalen Gastransitkonsortiums mit Beteiligung der Europäischen Union unbedingt wieder aufzugreifen“, teilte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Mangold im Anschluss an die Gespräche mit.

Mangold betonte das große und lohnende Potenzial der Kooperation zwischen beiden Ländern. „Wir müssen nun den Weg ebnen, dieses Potenzial schnell und effizient zu erschließen“, unterstrich Mangold. In den Gesprächen ging es außerdem um die Verbesserung der ukrainischen Infrastruktur und der Energie-Effizienz sowie um Visa-Fragen. Außerdem wurden Fragen des Bank- und Finanzwesens, der Landtechnik, des Maschinenbaus sowie der Luft- und Raumfahrt erörtert. Für die kommenden Monate wurde eine schnelle Fortsetzung der Gespräche vereinbart.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt jährlich eine Vielzahl von Projekten, Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über 22 Länder Mittel- und Osteuropas durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin ist das Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Dem Ost-Ausschuss gehören über 150 Unternehmen sowie große Wirtschaftsverbände an.