Deutsch-Russische Gespräche Baden-Baden feiern Premiere

9. Oktober 2008

Vom 11. bis zum 19. Oktober treffen sich junge Führungskräfte auf Einladung der Robert Bosch Stiftung, der BMW Stiftung Herbert Quandt und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zum Dialog.

Mit einem Vortrag des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder beginnen am Samstag, 11. Oktober, die ersten Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden. Neun Tage lang treffen sich 26 junge Führungskräfte aus beiden Ländern zu einem Intensivseminar, um über die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder zu diskutieren und über die Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft neu nachzudenken. „Junge Führungskräfte, die bereit sind, in einer globalen Welt mit kreativen Ideen neue Wege zu gehen, werden für die
zukünftige Zusammenarbeit Russlands und Deutschlands dringend benötigt“, sagt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. Ziel sei es, einen intensiven Dialog anzustoßen und ein festes
Netzwerk zwischen den Teilnehmern und damit auch zwischen den beiden Ländern aufzubauen. Die Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden finden im Palais Biron statt und werden von der Robert Bosch Stiftung, der BMW Stiftung Herbert Quandt und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft organisiert.

Zu den Referenten dieses Intensivseminars gehören neben russischen und deutschen Spitzenmanagern auch der Ständige Vertreter Russlands in Brüssel, Vladimir Chizhov, der Gründer von Transparency International, Peter Eigen, und Markus Ederer, Leiter des Planungsstabes im Auswärtigen Amt Berlin. „Die Wirtschaftsbeziehungen sind der Motor der deutsch-russischen Partnerschaft. Die Gespräche in Baden-Baden sollen dazu beitragen,
dass davon beide Gesellschaften noch mehr profitieren“, sagt Klaus Mangold, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, der zu den Initiatoren des Treffens gehört.

Auf der Agenda in Baden-Baden stehen aktuelle Themen wie die Frage nach einer europäisch-russischen Energiepartnerschaft, die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf das östliche Europa sowie
das unterschiedliche Medienbild in beiden Ländern, wie es sich zuletzt während der Kaukasus-Krise zeigte. In Vorträgen werden die Rolle von Unternehmern als Stifter und Mäzene beleuchtet und Regeln guter
Unternehmensführung in Deutschland und Russland miteinander verglichen. „Corporate Governance, ein verantwortungsbewusstes Unternehmertum, ist eine wichtige Säule für jede Demokratie“, betont
Jürgen Chrobog, Vorstandsvorsitzender der BMW Stiftung Herbert Quandt. „Hierzu erhoffen wir uns in Baden-Baden einen vertieften Meinungsaustausch.“

Die Deutsch-Russischen Gespräche (eine geschlossene Veranstaltung) enden am Samstag, 18. Oktober, mit einem Abendessen auf Schloss Eberstein in Gernsbach, bei dem der Ministerpräsident des Landes
Baden-Württemberg, Günther Oettinger, Gastredner sein wird.