Delegation des Ost-Ausschusses bei Ministerpräsident Putin

2. November 2008

Intensivierung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen

Auf Einladung des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin führte eine Delegation des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft unter Leitung des Vorsitzenden, Prof. Dr. Klaus Mangold, am Freitag, dem 31. Oktober 2008, Gespräche in Moskau.

Auf russischer Seite nahmen neben dem Ministerpräsidenten auch der Erste Vize-Ministerpräsident Igor Schuwalow, die Vize-Ministerpräsidenten Sergej Iwanow und Igor Setschin sowie Wirtschaftsministerin Elwira Nabiullina an den Gesprächen teil. Zu den Gesprächsteilnehmern auf russischer Seite gehörte zudem der Vorstandsvorsitzende von Gazprom, Alexej Miller. 

In sehr offener und konstruktiver Atmosphäre wurden zahlreiche deutsch-russische Projekte erörtert. Dazu gehörten die Verstärkung der Zusammenarbeit bei der Fortbildung russischer Ingenieure in Deutschland, im Bereich der Nanotechnologie und vor allem bei der Förderung des russischen Mittelstandes. „Die jahrzehntelange deutsch-russische Partnerschaft im Energiebereich muss jetzt auch für die Modernisierung der gesamten russischen Wirtschaft und den Ausbau des russischen Mittelstandes fortgeführt werden“, sagte Mangold. 

Ebenfalls diskutiert wurden die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise, Wege zu ihrer Bekämpfung und die aktuellen Fördermaßnahmen für die russische Wirtschaft. Ministerpräsident Putin betonte nachhaltig das Interesse Russlands an exzellenten wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mit Deutschland und der weiteren Zusammenarbeit. Insbesondere durch die 3. Deutsch-Russische Mittelstandskonferenz, die vor allem unter Organisation des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft  am 11. und 12. November 2008 in Stuttgart stattfinden wird, soll der weiteren Dezentralisierung der wirtschaftlichen Strukturen in Russland Rechnung getragen werden. 

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt jährlich eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über die Länder des östlichen Europa durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Aktuell gehören dem Ost-Ausschuss große Wirtschaftsverbände und über 100 fördernde Mitgliedsunternehmen an. Mehrheitlich handelt es sich um mittelständische Betriebe.