Mehr als 60 Stipendiaten aus Südosteuropa treten Praktika in deutschen Unternehmen an

26. Juni 2017

Eröffnung des diesjährigen Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan am 28. Juni in Berlin/ Programm von Ost-Ausschuss und BMZ geht in die 14. Runde/ Beitrag zu Ausbildung und regionaler Kooperation in Südosteuropa

Im Rahmen des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans werden über 60 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus sieben Ländern Südosteuropas ab Anfang Juli mehrmonatige Praktika in deutschen Unternehmen absolvieren.

Zuvor werden die Nachwuchskräfte am 28. Juni 2017 im Rahmen eines Abendempfangs in der Humboldt Universität in Berlin von Ruzica Djindjic, der Direktorin der Zoran Djindjic Stiftung in Belgrad, Hans-Joachim Fuchtel, dem Parlamentarischen Staatsekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und von Wolfgang Büchele, dem Vorsitzenden des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft sowie zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft begrüßt. Die Praktikanten sind bereits der 14. Jahrgang des Stipendienprogramms, das 2003 durch das Bundesentwicklungsministerium und den Ost-Ausschuss ins Leben gerufen wurde.

„Deutsche Firmen schaffen wichtige Jobchancen für junge Menschen aus Südosteuropa. Mit ihrer internationalen Erfahrung werden die Praktikantinnen und Praktikanten zu Treibern des Fortschritts und der europäischen Idee in ihren Ländern – ganz im Sinne von Zoran Djindjic. Die große Zahl an Bewerbungen zeigt, wie hoch motiviert die jungen Menschen sind,“ sagt Entwicklungsstaatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

„Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur Überwindung eines der drängendsten Probleme in Südosteuropa, dem Mangel an qualifizierten Fachkräften“, sagt der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele: „Unsere Stipendiaten bilden mit Ihrem erworbenen Know-how ein wichtiges Element für den Modernisierungsprozess in ihren Ländern und werden gleichzeitig zu hervorragenden Ansprechpartnern für die deutsche Wirtschaft in der Region.“

Mit dem Stipendienprogramm fördern Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit durch die Etablierung eines regionalen Netzwerks von Nachwuchskräften die wirtschaftliche Transformation der sechs Westbalkan-Länder sowie Kroatiens und durch den länderübergreifenden Ansatz auch die regionale Zusammenarbeit. Das Alumni-Netzwerk umfasst inzwischen über 600 ehemalige Stipendiaten und Stipendiatinnen, die seit 2003 an dem Programm teilgenommen und praktische Erfahrungen in Deutschland gesammelt haben. Es bietet damit auch einen Pool von qualifizierten Young Professionals für deutsche Unternehmen, die in der Region aktiv sind.

Die 63 Studierenden und jungen Graduierten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und aus dem Kosovo werden nach einer Einführungswoche in Berlin, in der Gespräche mit Vertretern der Bundesregierung und Unternehmensbesichtigungen auf dem Programm stehen, drei- bis sechsmonatige Praktika in rund 40 führenden deutschen Unternehmen unterschiedlicher Branchen absolvieren. Für den 14. Durchgang des Programms hatten sich mehr als 1.300 Studierende und junge Absolventen beworben.

Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm wurde 2003 nach der Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic durch das BMZ und den Ost-Ausschuss initiiert. Ziel des Programms ist die praktische Fortbildung von jährlich rund 60 jungen Nachwuchskräften in Unternehmen in Deutschland. Die Stipendiaten gewinnen dabei nicht nur einen Einblick in die marktwirtschaftlichen und politischen Abläufe in Deutschland, sondern lernen auch Arbeitsweise und Management deutscher Unternehmen kennen. Nach ihrer Rückkehr werden die Absolventen in das regionale Alumninetzwerk integriert und bleiben so Deutschland und der deutschen Kultur verbunden.

Pressevertreter, die Interesse an der Teilnehme am Eröffnungsempfang am 28. Juni 2017 haben, melden sich bitte beim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft bis zum 27. Juni.