Deutsch-belarussischer Unternehmerrat setzt neue Impulse

3. März 2017

Neustart des Gremiums nach Aussetzung der EU-Sanktionen/ Treffen mit Außenminister Makej in Minsk

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Republik Belarus sollen nach der Aussetzung der EU-Sanktionen im Jahre 2016 wieder intensiviert werden. Das ist das Ziel des deutsch-belarussischen Unternehmerrates, der auf Initiative des Ost-Ausschusses seine Arbeit wieder aufgenommen hat. Der belarussische Außenminister Vladimir Makej begrüßte bei einem Treffen in Minsk die Initiative.

„Mit dem deutsch-belarussischen Unternehmerrat können wir die Beziehungen zielgerichtet und systematisch wieder ausbauen“, hofft der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Michael Harms. Im Rahmen einer dreitägigen Reise Ende Februar nach Minsk hatte sich der neu berufene deutsche Ko-Vorsitzende des Unternehmerrates Felix Zimmermann, Director Public Affairs Eastern Europe der REMONDIS SE, zu ersten Gesprächen mit Politik, Verbänden und Unternehmen getroffen.

Auf belarussischer Seite wird der Unternehmerrat von Sergej Nowitskij, Generaldirektor Henkel Bautechnik GmbH, geführt. In Minsk erörterte er mit Zimmermann erste bilaterale Projekte und Veranstaltungen für das laufende Jahr. „Wir wollen Unternehmen bestärken, sich in die Arbeit des Gremiums einzubringen und werden sie dabei unterstützen, konkrete Projekte in Belarus zu realisieren“, sagte Zimmermann.

Ziele des Unternehmerrats sind die Förderung und Ausweitung der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Investitionen zwischen der Republik Belarus und der Bundesrepublik Deutschland. Inhalt der Gespräche waren unter anderem Finanzierungsinstrumente wie Garantien und Absicherungen und Infrastrukturprojekte. Die erste Sitzung des Rats unter neuem Vorsitz wird voraussichtlich im Mai in Minsk anlässlich einer Unternehmerreise des Ost-Ausschusses stattfinden.

Zugleich traf Zimmermann in Minsk mit dem belarussischen Außenminister Vladimir Makej zusammen. Dabei wurde auch über einen möglichen Dialog zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftsunion gesprochen, der von belarussischer Seite als wirtschaftspolitisch enorm wichtig gewertet wird. Als hilfreich für ein fortschreitendes positives Geschäftsklima wird die Visafreiheit, die seit Mitte Februar in Belarus auch für EU-Bürger gilt, angesehen. Für Belarus und seine knapp zehn Millionen Einwohner gehört Deutschland nach Russland und China zu den wichtigsten Handelspartnern.