Erfahrungen mit nach Hause nehmen

28. Juni 2016

57 Stipendiaten aus Südosteuropa starten Ausbildungsprogramm in Deutschland/ Empfang in Berlin

Am 28. Juni 2016 reisten 57 Stipendiaten aus sieben Ländern Südosteuropas nach Berlin, um an der feierlichen Eröffnung des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan teilzunehmen und anschließend ihre Praktika in Deutschland aufzunehmen.

Im Rahmen eines Abendempfangs in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt wurden die Stipendiaten von Ruzica Pavlovic Djindjic, der Geschäftsführerin der Zoran Djindjic Stiftung, Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms, Dirk Schattschneider, Referatsleiter für die Region (Süd-)Osteuropa im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Staatssekretär Michael Schneider, dem Bevollmächtigten des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, sowie von zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft begrüßt.

Ruzica Djindjic hob in ihrem Grußwort die „Wichtigkeit und den Wert des Programms“ und die Unterstützung ihrer Stiftung durch die serbische Regierung hervor. Dies sei ein „Zeichen für die Demokratisierung des Landes“. BMZ-Referatsleiter Dirk Schattschneider begrüßte die Stipendiaten als „Botschafter ihres Landes in Deutschland“. Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Harms dankte den Programmpartnern und den beteiligten Unternehmen für ihr Engagement und die Bereitstellung von Praktikumsplätzen. „Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm ist ein Beispiel für die erfolgreiche Kooperation der deutschen Wirtschaft mit der Entwicklungszusammenarbeit des BMZ und für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südosteuropa“, sagte Harms: „Unser Programm leistet einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung auf dem Westbalkan.“

Regionales Netzwerk entsteht

Die Studierenden und jungen Graduierten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und aus dem Kosovo sind nach Deutschland gekommen, um für drei bis sechs Monate ein Praktikum in führenden deutschen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zu absolvieren. Dazu gehört etwa Lorisa Dimo, die an der Universität Tirana Wirtschaft studierte und anschließend noch einen MBA in Online-Kursen anschloss. Sie sammelte bereits erste Erfahrungen als Systembetreuerin bei der Deutsche-Telekom-Tochter Telekom Albania. Ihr Praktikum wird die junge Albanerin in der Zentrale der Drogeriekette Rossmann absolvieren, die acht Filialen in Albanien mit 120 Mitarbeitern betreibt. So wie Rossmann haben sich seit 2004 mehr als 100 deutsche Unternehmen am Programm beteiligt und unterstützen damit die wirtschaftliche Transformation sowie die Etablierung eines regionalen Netzwerkes von Nachwuchskräften in der Region.

Auch Lorisa Dimo sieht ihre Zukunft trotz aller Probleme wie der hohen Arbeitslosigkeit in Albanien: „Ich möchte meine Erfahrungen in meine Heimat bringen“, sagt sie.

Christian Himmighoffen
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft