57 Stipendiaten aus Südosteuropa starten Ausbildungsprogramm in Deutschland

27. Juni 2016

Eröffnung des diesjährigen Zoran-Djindjic-Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan am 28. Juni in Berlin/ Der Ost-Ausschuss führt das Programm seit 2003 mit Finanzierung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch/ Beispiel für erfolgreiche Kooperation von Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Am 28. Juni 2016 reisen 57 Stipendiaten aus sieben Ländern Südosteuropas nach Berlin, um an der feierlichen Eröffnung des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan teilzunehmen. Im Rahmen des Abendempfangs in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt werden die Stipendiaten von Ruzica Pavlovic Djindjic, der Geschäftsführerin der Zoran Djindjic Stiftung, Dirk Schattschneider, Referatsleiter für die Region (Süd-)Osteuropa im Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Michael Harms und Staatssekretär Dr. Michael Schneider, Bevollmächtigter des Landes Sachsen-Anhalts beim Bund, sowie von zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft begrüßt werden.

„Die Länder des Westlichen Balkans liegen vor unserer Haustür. Sie sind wichtige Partner für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär im BMZ Hans-Joachim Fuchtel: „Der Jugend kommt bei der Gestaltung der Zukunft dieser Region eine Schlüsselrolle ‎zu. Auf sie bauen wir mit dem seit 2003 gemeinsam mit dem Ost-Ausschuss durch das BMZ durchgeführten Stipendienprogramm, das motivierten und an Deutschland interessierten Studierenden offensteht."

„Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm ist ein Beispiel für die erfolgreiche Kooperation der deutschen Wirtschaft mit der Entwicklungszusammenarbeit des BMZ und für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südosteuropa“, sagt Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms: „Unser Programm leistet durch seinen länderübergreifenden Ansatz einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung und der regionalen Kooperation auf dem Westbalkan.“ Gemeinsam unterstützen Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit damit die wirtschaftliche Transformation sowie die Etablierung eines regionalen Netzwerkes von Nachwuchskräften in der Region. Mehr als 100 deutsche Unternehmen haben sich seit 2004 bereits am Programm beteiligt: Sie stellen fachspezifische Praktikumsplätze zur Verfügung, übernehmen Kosten für Unterkunft und Versicherung oder zahlen eine Praktikumsvergütung.

1500 Bewerbungen aus sieben Ländern

Die Studierenden und jungen Graduierten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und aus dem Kosovo kommen nach Deutschland, um ab 1. Juli für drei bis sechs Monate ein Praktikum in führenden deutschen Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen zu absolvieren. Für den diesjährigen 13. Jahrgang hatten sich aus der gesamten Region rund 1.500 Studierende und junge Absolventen beworben.

Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm wurde 2003 nach der Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic durch das BMZ und den Ost-Ausschuss initiiert. Ziel des Programms ist die praktische Fortbildung von jährlich bis zu 60 jungen Nachwuchskräften in Unternehmen in Deutschland. Die Stipendiaten gewinnen dabei nicht nur einen Einblick in die marktwirtschaftlichen und politischen Abläufe in Deutschland, sondern lernen auch Arbeitsweise und Management deutscher Unternehmen kennen. Nach ihrer Rückkehr werden die Absolventen in ein sehr aktives regionales Alumninetzwerk mit inzwischen mehr als 550 ehemaligen Teilnehmern integriert und bleiben so Deutschland und der deutschen Kultur verbunden.

Pressevertreter, die Interesse an der Teilnehme am Eröffnungsempfang am 28. Juni 2016 haben, melden sich bitte beim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.