Mittelstand zeigt wieder steigendes Interesse an Russland

24. November 2016

Der Ost-Ausschuss informierte in Düsseldorf und Essen über das Russland-Geschäft

Nach zwei Jahre Rezession befindet sich die russische Wirtschaft immer noch in einer schwierigen Phase. Nach wie vor drücken die Rubelabwertung und der niedrige Ölpreis die konjunkturellen Erwartungen. Aber seit Mitte des Jahres gibt es wieder erste Zeichen der Erholung, wenn auch noch auf niedrigem Niveau. Die Direktinvestitionen stiegen erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder an, der Kapitalabfluss fällt für dieses Jahr deutlich geringer aus, und das Interesse der Investoren ist bei niedrigen Grundstückspreisen und deutlich verbesserten Rahmenbedingungen gestiegen.

Dieses positivere Umfeld verstärkt auch die Nachfrage, insbesondere des deutschen Mittelstandes, nach Informationen zum russischen Markt. Zumal Europa nach wie vor nur schwache konjunkturelle Signale aussendet und die etwas verhaltenere Entwicklung in China die Suche nach Wachstumsmärkten antreibt.

Wie man unter diesen Umständen erfolgreich agieren kann, zeigten die Commerzbank, die Unternehmensberatung Ernst & Young und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft im Rahmen dreier Veranstaltungen in Düsseldorf und Essen auf. Von besonderem Interesse waren unter den gegebenen Rahmenbedingungen Strategien, mit denen Währungsrisiken minimiert und das Cash-Management optimiert werden kann. Großes Interesse riefen auch die Themen perspektivische Marktentwicklung, Russland im internationalen Umfeld, Ölpreisentwicklung und Rubelvolatilität hervor.

Den Entschluss zu fassen, sich dem russischen Markt zu nähern, heißt auch, sich mit den virulenten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Vor allem mit der Politik der Importsubstitution und Lokalisierung, aber auch mit Protektionismus und den geltenden Sanktionen. Um den richtigen Einstieg zu finden, ist es vor allem für mittelständische Unternehmen ratsam, sich im Vorfeld intensiv beraten zu lassen, um die individuell richtige Entscheidung zu treffen und wo möglich auch von staatlichen Transferleistungen zu profitieren.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft hat, um passgenau für die mittelständischen Unternehmen eine Beratung anzubieten, schon vor Jahren die Kontaktstelle Mittelstand geschaffen, die zu allen relevanten Fragen Auskunft geben kann.

Jens Böhlmann
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft