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Praxisbezogener Austausch mit der tschechischen Regierung

Nach dem Arbeitstreffen mit Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Karel Havlíček. Foto: Ost-Ausschuss
23.04.2026
Ost-Ausschuss-Delegationsreise nach Prag/ Unternehmergespräch mit Vize-Premier Havlíček

Am 23. und 24. April 2026 reiste eine Unternehmerdelegation unter der Leitung von Philipp Haußmann, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ost-Ausschusses und Vorstandssprecher der Ernst Klett AG, nach Prag. Ziel der Reise in die tschechische Hauptstadt, an der rund 25 Unternehmensvertreterinnen und -Vertreter teilnahmen, war ein praxisbezogener Austausch mit der tschechischen Regierung sowie die Vertiefung des bilateralen Dialogs zu wirtschafts- und bildungspolitischen Vorhaben. Die Reise wurde in Kooperation mit der AHK Tschechien durchgeführt.

Zum Auftakt informierte der deutsche Botschafter Peter Reuss die Teilnehmenden über die aktuelle innenpolitische Lage und die Prioritäten der tschechischen Regierung in der Wirtschaftspolitik. Im Gespräch wurden Themen wie Investitionsbedingungen, regulatorische Entwicklungen und die Ausrichtung der Regierung in Schlüsselbereichen der Wirtschaft adressiert.

Am Abend des ersten Tages folgte ein Briefing und Arbeitsessen mit Bernard Bauer, dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der AHK Tschechien, sowie Gerrit Schulze von Germany Trade & Invest (GTAI). Der Austausch bot einen kompakten Überblick über die wirtschaftliche Situation im Land, die Perspektiven in einzelnen Branchen sowie praktische Erfahrungen der AHK und GTAI bei der Betreuung deutscher Unternehmen.

Wiedersehen mit Vize-Premier Havlíček

Der zweite Reisetag stand im Zeichen des Austausches mit Regierungsvertretern. Der Höhepunkt der Reise war das Arbeitstreffen mit Karel Havlíček, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Minister für Industrie und Handel. Inhaltlich knüpfte das Gespräch an den Austausch mit Havlíček in Berlin an. Im Vordergrund standen die Themen Energie, Infrastruktur, Arbeitsmarkt sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die Delegation adressierte dabei insbesondere die Bedeutung planbarer Rahmenbedingungen, die Rolle innovationsgetriebener Industriepolitik und die langfristige Stärkung internationaler Investitionen in Hochtechnologie und Wertschöpfung.

Mit Jindřich Fryč, dem Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit und Bildungsunterstützung im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, diskutierte die Delegation zuvor die neuen Prioritäten der tschechischen Bildungspolitik, insbesondere die praxisorientierte Ausbildung für die Industrie sowie die Anpassung der Curriculae an die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz. Im Mittelpunkt standen Reformüberlegungen, die für den Arbeitsmarkt und die Fachkräftesicherung bedeutsam sind, wie die Weiterentwicklung dualer Berufsbildungssysteme, grundlegende Schulreformen sowie konkrete Fragen der Modernisierung der Lehrpläne, unter anderem im Hinblick auf die Anpassung von Bildungsinhalten an die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz.

Beim anschließenden Arbeitsessen in der Repräsentanz der Deutschen Bank in Prag standen die wirtschaftliche Einordnung, finanzielle Rahmenbedingungen sowie praktische Perspektiven für Unternehmen im Fokus, die in Tschechien investieren oder ihre Aktivitäten ausbauen möchten.

Ein Fazit der Reise: In Tschechien sind die Weichen für den weiteren Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland gestellt. 

Adrian Stadnicki
Regionaldirektor Mittelosteuropa

Kontakt

Adrian Stadnicki
Regionaldirektor Mittelosteuropa
T. +49 30 206167-138
A.Stadnicki@oa-ev.de

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