In einem Winter mit Temperaturen bis minus 30 Grad sehen sich die Menschen in der Ukraine unaufhörlich Luftangriffen der russischen Armee auf ihre Wärme- und Energieversorgung ausgesetzt. Die Stromversorgung in weiten Teilen des Landes ist zusammengebrochen. Selbst in der Hauptstadt Kyjiw sind seit Wochen mehrere tausend Hochhäuser zeitweise ohne fließendes Wasser, Strom oder Wärme. Als Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft setzen wir uns für eine möglichst schnelle und effektive Hilfe für die Menschen in der Ukraine ein und bitten Sie herzlich um Unterstützung zweier Initiativen, um die unbeschreibliche Not zu lindern.
Bereits seit Beginn des Krieges vor fast genau vier Jahren engagieren sich die deutsche Wirtschaft und Politik für einen möglichst schnellen Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur. Mehr als 100 deutsche Firmen haben beispielsweise im Rahmen der Deutsch-Ukrainischen Energiepartnerschaft (EP) kurzfristig Energietechnik zur Verfügung gestellt; teilweise als Spende, teilweise finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Mit Blick auf die aktuelle, dramatische Lage ist jetzt eine erneute Anstrengung notwendig! Als Ost-Ausschuss der Deutschen bitten wir Sie herzlich um Unterstützung zweier Initiativen, um die unbeschreibliche Not der Menschen in der Ukraine zu lindern:
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat eine Task Force zur Stabilisierung der ukrainischen Energieversorgung eingerichtet. In einem persönlichen Schreiben an den Ost-Ausschuss bittet Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche alle Unternehmen um eine schnelle Prüfung, ob zeitnah geeignetes technisches Equipment, Fahrzeuge, Werkzeuge oder Materialien bereitgestellt oder gespendet werden kann.
„Solche Beiträge können beispielsweise Transformatoren, Reparaturfahrzeuge, Schaltanlagen oder andere Anlagenkomponenten umfassen, die in Ihrem Unternehmen ausgemustert wurden, aber weiterhin funktionsfähig sind“, heißt es im Schreiben der Ministerin. „Jede Unterstützungsleistung dieser Art trägt unmittelbar zur Stabilisierung vor Ort bei und je eher Sie relevante Güter für Energieanlagen etc. entbehren können, desto schneller ist der Ukraine in diesem schweren Kriegswinter geholfen.“
Als Kontakt für schnelle Hilfe stehen im Bundeswirtschaftsministerium die Taskforce Ukraine (TF-Ukrainehilfe@bmwe.bund.de) oder direkt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ (helpenergyukraine@giz.de) zur Verfügung.
Der Ost-Ausschuss wird zudem über seine Kontakte fortlaufend über dringende Technik-Bedarfe in der Ukraine informiert und kann entsprechende Materiallisten zur Verfügung stellen. Wenden Sie sich dazu bitte an unseren Service Desk Ukraine (K.Kyslenko@oa-ev.de).
Über die Berliner Initiative „Ukraine2Power” können Sie direkt Geld für die Versorgung der Menschen in der Ukraine spenden. 80 Euro reichen aus, um ein Wärme- und Überlebenskit für eine Wohnung zu finanzieren und vor Ort zu übergeben.
Jedes Wärmekit enthält das Nötigste, um Kälte und Dunkelheit zu überstehen: einen Campinggaskocher mit Gasflaschen, einen Schlafsack, Wärmepflaster sowie Powerbanks oder Heizdecken. Ein Kit kostet maximal 80 Euro. Die ersten 500 Kits wurden bereits an besonders betroffene Menschen verteilt.
Spenden sind über die Partnerorganisation WE AID möglich, die auch Spendenquittungen ausstellt:
https://spende.we-aid.org/U2P
IBAN: DE52 3702 0500 0001 8388 01
Verwendungszweck: Ukraine2Power
Weitere Informationen zu dieser Initiative gibt es bei Nataliia Fiebrig (n.fiebrig@ukraine2power.org) sowie auf der Website www.ukraine2power.org (Englisch und Ukrainisch) oder LinkedIn.
Der Winter kann noch Monate dauern. Die Not der Menschen in der Ukraine darf uns nicht kalt lassen!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Andreas Metz
Leiter Public Affairs
T. +49 30 206167-120
A.Metz@oa-ev.de
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