In dem Bericht der Zeit geht es um den Verlauf des Petersburger Wirtschaftsforums. Es wird hervorgehoben, dass die russische Seite sehr darauf bedacht sei, asiatische Partner, insbesondere aus China und Indien, zu umwerben, um diese nicht nur als wirtschaftliche, sondern auch politische Partner zu gewinnen. Hintergrund seien die Bestrebungen Moskaus, vom Westen als Partner unabhängiger zu werden und neue geopolitische Bündnisse als Antwort auf „westliche Kriegsbündnisse“ zu schließen. Gleichzeitig wende man sich zunehmend von europäischen Partnern ab, obwohl die EU nach wie vor größter Handelspartner Russlands sei und eine Abkehr von dieser für Russland kaum zu kompensieren sei, wie auch inländische Kritiker – z. B. der frühere Finanzminister Alexej Kudrin – fänden. Auf dem Forum habe sich die neue Ausrichtung Russlands auch daran gezeigt, dass deutsche Vertreter wie der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes erst zu einem späten Zeitpunkt das Wort erteilt bekamen.
Die Zeit, S. 31
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