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Zwischenbilanz zum Hilfsaufruf: Wärme für die Ukraine!

Wunsch nach Frieden in der Ukraine. Foto: A. Metz
27.02.2026
Gemeinsam stark: Umfangreiche Spenden für Energieversorgung und Notfallhilfe

Anfang Februar hatten wir uns mit dem dringenden Hilfsaufruf „Wärme für die Ukraine!“ an Sie gewandt und um Material- und Geldspenden zur Unterstützung der Energieversorgung in der Ukraine gebeten. Vier Jahre nach Beginn der umfassenden russischen Invasion durchleiden die Menschen dort den bislang schwierigsten Kriegswinter mit großflächigen Strom- und Heizungsausfällen.

Jetzt können wir eine Zwischenbilanz zu den eingegangenen Geld- und Sachspenden ziehen und möchten uns bei allen Unternehmen und Personen sehr herzlich bedanken, die sich an diesem Aufruf bereits beteiligt haben oder noch beteiligen wollen.

Materialspenden

In einem persönlichen Schreiben an den Ost-Ausschuss hatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche alle Unternehmen um eine schnelle Prüfung gebeten, ob zeitnah geeignetes technisches Equipment, Fahrzeuge, Werkzeuge oder Materialien zur Ausrüstung des ukrainischen Energiesystems bereitgestellt oder gespendet werden kann.

Nach Versand unseres Aufrufs gingen im Ost-Ausschuss bislang über 20 zum Teil sehr umfangreiche Rückmeldungen von Unternehmen und Initiativen ein, die Kontakte vermitteln, Technik zur Verfügung stellen oder Hilfsgüter kostenlos transportieren wollen. Zu den konkreten Angeboten gehören acht Hochleistungs-Gasbrenner, drei Dieselgeneratoren, Traktoren, Heizkessel, Heizkörper, Schaltanlagen, Dachventilatoren, Trafos bis hin zu Windkraftanlagen.

Alle bei uns eingehenden Angebote leiten wir an die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH weiter. Diese erhebt den Bedarf vor Ort und vermittelt die Materialspenden und -angebote über ukrainische Partner passgenau an bedürftige Unternehmen und Kommunen.

Für alle Unternehmen, die noch Material zur Verfügung stellen können, ist hier eine konkrete Bedarfsliste des ukrainischen Energieministeriums verlinkt: Energy_Needs_List_Ukraine_220126.pdf

Zur Beschleunigung des Vermittlungsverfahrens wenden Sie sich bitte direkt an das Team der Spendenkampagne der GIZ, helpenergyukraine@giz.de sowie in Kopie an die Task Force Ukraine im Bundeswirtschaftsministerium: TF-Ukrainehilfe@bmwe.bund.de und an den Ost-Ausschuss.

Über den genauen Ablauf des Materialspendenprozesses und die Koordinierung von deutscher Seite informiert die GIZ auf dieser Seite:
Vom Spendenangebot zur Lieferung | Energy Partnership Ukraine
Donation Campaign for the Ukrainian Energy Sector | Energy Partnership Ukraine

Geldspenden

Die gemeinnützige Organisation Ukraine2Power verteilt in der Ukraine Wärme- und Überlebenskits im Wert von bis zu 80 Euro an Bedürftige. Diese bestehen aus einem Campinggaskocher mit Gasflaschen, einem Schlafsack, Wärmepflastern, Powerbanks oder Heizdecken.

In den ersten 20 Tagen des Ost-Ausschuss-Aufrufs sind fast 400.000 Euro Spendengelder auf dem deutschen Konto von Ukraine2Power eingegangen – ausreichend, um 5000 Wohnungen mit Überlebenskits auszustatten.

Viele hundert Menschen haben mit kleineren und größeren Spenden zu diesem ermutigenden Zwischenergebnis beigetragen. Die größte Einzelspende in Höhe von 80.000 Euro stammt von einem mittelständischen Industrieunternehmen aus Soltau. Das Hamburger Familienunternehmen Gebr. Heinemann SE & Co. KG spendete 40.000 Euro. Größere Einzelspenden steuerten unter anderem auch die Robert Bosch GmbH, die AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH und der Ost-Ausschuss selbst bei.

Bei einem Besuch in der Ost-Ausschuss-Geschäftsstelle am 24. Februar dankte das Team von Ukraine2 Power allen Spenderinnen und Spendern herzlich für ihr Engagement und berichtete über die laufenden Aktivitäten. „Wir sind nun in der Lage, in großen Mengen einzukaufen“, erklärte Nataliia Fiebrig, Mitinitiatorin der Initiative. „Wir arbeiten mit Gewerkschaften und Partnern zusammen, unter anderem mit Eisenbahnern, die in besonders betroffenen Bezirken leben und gemeinsam mit uns Wärmekits verteilen. Zudem kaufen wir kleinere Ladestationen für schwerkranke Patientinnen und Patienten, damit sie ihre medizinischen Geräte weiter nutzen können. Wir beschaffen sichere Gasheizgeräte für ältere und kranke Menschen. Außerdem kooperieren wir mit der Organisation Starenki, die Lebensmittelpakete an ältere Menschen in Kyjiw verteilt. Die Menschen sollen dort zusätzlich ein Wärmekit erhalten.“

Ukraine2Power plant zudem in mindestens sechs Schulen im Bezirk Trojeschtschyna Batteriesysteme zu installieren. Dadurch können die Kinder auch bei Stromabschaltungen lernen.

Spenden an Ukraine2Power sind online über die Partnerorganisation WE AID möglich, die auch Spendenquittungen ausstellt: 
https://spende.we-aid.org/U2P, Verwendungszweck: Ukraine2Power

Ukraine2Power engagiert sich neben der beschriebenen Nothilfe auch in langfristigen Projekten zur Installierung von Solaranlagen und Batteriesystemen für Gemeinden, damit diese Kommunen Schritt für Schritt ihre Energieunabhängigkeit ausbauen können. Weitere Informationen zu dieser Initiative gibt es auf der Website www.ukraine2power.org (Englisch und Ukrainisch) oder LinkedIn https://www.linkedin.com/company/ukraine2power/.

Aktion wird fortgesetzt

Im Rahmen eines deutsch-ukrainischen Energiedialogs, den der Ost-Ausschuss zusammen mit PWC Germany, Siemens Energy und DTEK Group am 14. Februar auf der Münchener Sicherheitskonferenz MSC organisierte und an dem auch Bundeswirtschaftsministerin Reiche teilgenommen hat, berichteten ukrainische Energieunternehmen über die aktuelle Lage im Land: Ost-Ausschuss thematisiert Energiehilfe für die Ukraine | Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Die Schäden durch die fortgesetzten russischen Luftangriffe sind verheerend. Neben der aktuellen Nothilfe geht es bereits jetzt darum, den mittel- und langfristigen Neuaufbau des ukrainischen Energienetzes vorzubereiten. Wir bitten Sie deshalb um weitere Beachtung und Verbreitung des Hilfsaufrufs.

Kontakt

Andreas Metz
Leiter Public Affairs
T. +49 30 206167-120
A.Metz@oa-ev.de

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