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Wirtschaftliche Beziehungen mit Russland stark zurückgegangen

21.10.2026
Handelsblatt

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland sind seit Beginn des Ukrainekriegs drastisch geschrumpft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts importierten deutsche Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 rund 96,4 Prozent weniger Waren aus Russland als im ersten Halbjahr 2021. Die Exporte erreichten mit 3,4 Milliarden Euro nur noch ein Viertel des damaligen Volumens, mehr als 40 Prozent davon entfielen auf pharmazeutische Erzeugnisse. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft sieht darin eine umfassende Entkopplung beider Volkswirtschaften: Russland sei unter den deutschen Handelspartnern binnen fünf Jahren von Rang 13 auf Rang 49 abgerutscht. Der deutsche Osthandel habe den Ausfall jedoch kompensieren können, ein Zeichen für die Dynamik der Region und die Flexibilität deutscher Unternehmen. Zugleich verwies der Ost-Ausschuss darauf, dass Geschäftstätigkeit und Rückzug ausländischer Unternehmen in Russland durch neue Eingriffe in Eigentumsrechte und Gewinntransfers zuletzt weiter erschwert worden seien.

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