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Ost-Ausschuss begleitet Bundespräsident Steinmeier nach Usbekistan

Eine vom Ost-Ausschuss organisierte Unternehmensdelegation begleitet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in Taschkent. Foto falco/Pixabay.
17.06.2026
Wirtschaftsdelegation trifft auch den usbekischen Präsidenten/ Deutsche Unternehmen bauen Zusammenarbeit mit Usbekistan aus/ Thema Fachkräftesicherung auf der Agenda

Eine vom Ost-Ausschuss organisierte Unternehmensdelegation begleitet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute (17.06.) und morgen bei seinem Besuch in Usbekistan. Im Mittelpunkt steht dabei der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem bevölkerungsreichsten Land Zentralasiens. Die 16-köpfige Delegation, die Wirtschaftsstaatsekretär Stefan Rouenhoff leitet, wird in Taschkent neben dem Bundespräsidenten auch dessen usbekischen Amtskollegen Shavkat Mirziyoyev treffen. Dabei unterzeichnet die deutsche Wirtschaftsdelegation im Beisein beider Präsidenten Vereinbarungen über mehrere Projekte deutscher Unternehmen in Usbekistan. Außerdem steht ein Runder Tisch mit usbekischen Unternehmen im Rahmen des Taschkent International Investment Forums (TIIF) auf dem Programm. Am zweiten Tag besucht Steinmeier die Niederlassung des Ost-Ausschuss-Mitglieds GP Günter Papenburg.

„Angesichts des intensiven internationalen Wettbewerbs in und um Zentralasien ist es enorm wichtig, dass die deutsche Politik hier Flagge zeigt“, sagt Niko Warbanoff, Sprecher des Arbeitskreises Zentralasien im Ost-Ausschuss, der an der Delegationsreise teilnimmt. Usbekistan habe sich in den vergangenen Jahren zu einem der dynamischsten Märkte Zentralasiens entwickelt und nehme eine politische und logistische Schlüsselrolle in der Region ein. „In einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld sind verlässliche Partnerschaften, alternative Transportwege und resiliente Lieferketten wichtiger denn je“, so Warbanoff. Zugleich wächst auf usbekischer Seite das Interesse an lokaler Wertschöpfung und Technologiekooperation. Für deutsche Unternehmen entstehen daraus zusätzliche Chancen in Produktion, Anlagenbau und Projektgeschäft.

Das große deutsche Interesse an Usbekistan wurde im Mai bei einer vom Ost-Ausschuss organisierten Delegationsreise nach Taschkent deutlich, an der rund 90 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter teilnahmen. Der Ost-Ausschuss hat die bilaterale Wirtschaftszusammenarbeit in den vergangenen Jahren eng begleitet, etwa im Rahmen des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrats (DUWIRAT), der es Unternehmen ermöglicht, Investitionsvorhaben unmittelbar mit hochrangigen politischen und administrativen Entscheidungsträgern zu besprechen. Ein zunehmend wichtiges Feld der Zusammenarbeit ist die Gewinnung und Qualifizierung usbekischer Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt. Dafür bildet die im September 2024 vereinbarte bilaterale Migrations- und Mobilitätspartnerschaft einen wichtigen Rahmen. Der Bundespräsident wird sich bei seinem Besuch bei Papenburg mit Vertreterinnen und Vertretern deutscher Unternehmen, Ausbildern und Auszubildenden zum Thema Fachkräftemigration austauschen.

Usbekistan ist mit rund 37 Millionen Einwohnern der größte Binnenmarkt Zentralasiens. Das Land verfügt über wichtige Rohstoffe, eine wachsende Automobil- und Textilindustrie und positioniert sich als digitale Drehscheibe Zentralasiens. Mit der neuen Eisenbahnverbindung zwischen China, Kirgisistan und Usbekistan entsteht zudem ein strategisch bedeutender neuer Transportkorridor in Eurasien. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich dynamisch. So stieg der Warenverkehr zwischen Deutschland und Usbekistan im Jahr 2025 um ein Viertel auf 1,5 Milliarden Euro.

Kontakt

Christian Himmighoffen
Leiter Presse und Kommunikation
T. +49 30 206167-122
C.Himmighoffen@oa-ev.de

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