Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan geht in die sechste Runde

9. Juni 2009

48 Stipendiaten aus allen Ländern des Westbalkans zu Praktika in Deutschland

Am Mittwoch, den 10. Juni 2009 wird in Berlin das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan 2009 offiziell eröffnet. Bodo Hombach, Mitglied im Präsidiums des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, und Ingrid-Gabriela Hoven, Ministerialdirektorin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, werden im Rahmen eines Empfangs ab 19 Uhr im Haus der Deutschen Wirtschaft die Stipendiaten des nunmehr sechsten Jahrgangs in Deutschland begrüßen. Ebenfalls anwesend ist Ruzica Djindjic, Vorsitzende der Zoran-Djindijc-Stiftung und Witwe des ehemaligen serbischen Ministerpräsidenten.

 Das „Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm“ wurde auf Initiative des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Jahr 2003 ins Leben gerufen. Junge Menschen sollten auf diese Weise die Möglichkeit erhalten, in deutschen Unternehmen Praxiserfahrungen zu sammeln und den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Serbien zu unterstützen. Im Jahr 2004 haben zum ersten Mal 25 Stipendiaten ein Praktikum in Deutschland absolviert. Seit dem Jahr 2007 wurde das Programm auf alle weiteren Länder des Westbalkans ausgeweitet.

Seit 2003 haben insgesamt 170 Studenten und junge Graduierte ein Praktikum in rund 60 führenden deutschen Unternehmen absolviert und einen Einblick sowohl in marktwirtschaftliche Abläufe in Deutschland, als auch in Arbeitsweise und Management deutscher Unternehmen erhalten. In diesem Jahr reisen erstmals Stipendiaten aus allen Ländern des Westbalkans nach Deutschland. Das Programm kommt damit seinem Ziel einen Schritt näher, die regionale Aussöhnung voranzubringen und ein branchenübergreifendes Netzwerk an jungen gut qualifizierten Nachwuchskräften in der gesamten Region aufzubauen.

Für den Jahrgang 2009 wurden in mehreren Bewerbungsrunden 48 Kandidaten in ihren Heimatländern ausgewählt, die ab Juni 2009 in 39 führenden deutschen Unternehmen ein Praktikum absolvieren werden. Während eines Einführungsprogramms in Berlin lernen die Stipendiaten wichtige Organisationen und Institutionen wie den Deutschen Bundestag, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und das Auswärtige Amt sowie den Ost-Ausschuss kennen. Es schließt sich ein interkulturelles Training an, bevor die Teilnehmer am 15. Juni ihre drei- bis sechsmonatigen Praktika in den Unternehmen beginnen.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt jährlich eine Vielzahl von Projekten, Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über 22 Länder Mittel- und Osteuropas durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Dem Ost-Ausschuss gehören rund 120 vor allem mittelständische Unternehmen sowie große Wirtschaftsverbände an.