Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Das im Jahr 2003 vom Ost-Ausschuss initiierte Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan wird mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt und durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) unterstützt. Es umfasst die sieben Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien.

Das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans bietet jährlich bis zu 60 jungen Nachwuchskräften aus allen teilnehmenden Ländern die Möglichkeit, im Rahmen von Berufspraktika in Deutschland praktische Erfahrungen zu sammeln und im Studium erworbenes theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Die Stipendiaten bereichern damit ihre Studien mit praktischem Know-how, können sich beruflich besser orientieren, erweitern ihre Qualifikationen und setzen Meilensteine für ihre berufliche Karriere. Die 13. Stipendiaten-Generation wurde am 28. Juni 2016 im Rahmen eines festlichen Abendempfangs durch die Vorsitzende der Zoran Djindjic Stiftung, Ruzica Pavlovic-Djindjic, den Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, Michael Harms, und hochrangige Vertreter des BMZ in Berlin begrüßt.

Mit dem Zoran Djindjic Stipendienprogramm unterstützt der Ost-Ausschuss den wirtschaftlichen Wiederaufbau in den Ländern und etabliert ein Netzwerk von jungen Nachwuchskräften für die deutsche Wirtschaft in der Region. Die Stipendiaten integrieren nach Beendigung ihres Praktikums ihre Erfahrungen mit der deutschen Unternehmenskultur in ihren beruflichen Alltag. Das Programm leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Fortbildung junger Menschen, die grenzüberschreitend denken und die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatländer mitgestalten möchten. Damit dieses Potenzial nach der Rückkehr der Stipendiaten in ihre Heimatländer weiter genutzt werden kann, unterstützt der Ost-Ausschuss gemeinsam mit der Zoran Djindjic Stiftung ein Alumni-Netzwerk mit zahlreichen Aktivitäten in den Ländern der Region. Neben beruflichen Weiterbildungsangeboten erfolgt eine Stärkung ihrer interkulturellen Kompetenz und damit einhergehend die Stabilisierung zum Teil fragiler Strukturen in einer wirtschaftspolitisch hochkomplexen Region. So fand beispielsweise 2015 erstmalig eine regionale Alumni-Veranstaltungen mit Teilnehmenden aus allen Ländern der Region in Kosovo statt. Mit dem bestehenden Netzwerk an hochqualifizierten Alumni bietet das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan einen Pool an interessierten Nachwuchskräften und Spezialisten, die bereits im Berufsleben stehen.

Die teilnehmenden deutschen Unternehmen stellen Praktikumsplätze für eine Dauer von drei bis sechs Monaten zur Verfügung und übernehmen die Kosten für Krankenversicherung und Unterkunft oder zahlen in Abhängigkeit von der gesetzlichen Lage den Mindestlohn. Von mehr als 14.500 Kandidaten, die sich seit 2003 beworben haben, erhielten inklusive des Jahrgangs 2016 bislang rund 550 Stipendiaten einen Praktikumsplatz in Deutschland.

Zu den mehr als 100 Unternehmen, die bislang Stipendiaten zur Ausbildung aufgenommen haben, gehören die Deutsche Bank AG, Daimler AG, METRO AG, Siemens AG, Bilfinger Berger AG, SAP AG, PwC Deutsche Revision AG, SMS Siemag AG, E.ON Ruhrgas AG, Deutsche Telekom AG, Commerzbank AG, Claas KgaA mbH, WAZ Mediengruppe, Robert Bosch GmbH, UniCredit Bank AG, LEMKEN GmbH & Co. KG, RWE AG, GAZPROM Germania GmbH, ThyssenKrupp AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, OBERMEYER PLANEN + BERATEN GmbH, Software AG, Deere & Company, Allianz SE, KWS Saat AG, Hannover RE, Linde Material Handling GmbH, Knorr-Bremse AG, Europoles GmbH & Co. KG, Leoni AG, Dräger Safety AG & Co. KGaA, Bauer Kompressoren GmbH, Henkel AG & Co. KGaA, BASF SE, TUI AG und Volkswagen AG.