Stipendiatentreffen in Albanien

20. September 2010

Drittes regionales Alumnitreffen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Vom 22. bis 26. September 2010 findet in Vlora und Tirana das dritte regionale Alumnitreffen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan statt. Carola Müller-Holtkemper, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Albanien und Lidra Zegali, Direktorin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit im albanischen Außenministerium werden die Veranstaltung offiziell eröffnen.

Im Anschluss daran findet ein Gespräch mit den Stipendiaten zum Thema „Grenzen überwinden: Albanien, Westbalkan und Europa“ statt. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt die Veranstaltung, an der 60 Stipendiaten aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Kroatien, Mazedonien und Montenegro teilnehmen werden, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Tirana durch.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft seit 2004 das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan durch. Das Programm, das als „Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm“ für Serbien begonnen hat, wurde seit 2007 auf alle sieben Länder des Westbalkans ausgeweitet. Im Rahmen des Programms absolvieren jährlich 50 junge Graduierte und Studierende drei- bis sechsmonatige Praktika in deutschen Unternehmen.

Das Programm ist ein hervorragendes Beispiel für das Zusammenwirken von wirtschaftlichem und entwicklungspolitischem Engagement in der Region des Westbalkans. Die teilnehmenden deutschen Unternehmen engagieren sich, indem sie den Praktikanten einen Einblick sowohl in marktwirtschaftliche Abläufe in Deutschland, als auch in Arbeitsweise und Management deutscher Unternehmen bieten. Die Stipendiaten profitieren von den Erfahrungen, die sie in Deutschland während der Praktika sammeln. Die gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse wenden viele nach ihrer Rückkehr an, indem sie ihre Studien mit praktischem Wissen bereichern und sich beruflich besser orientieren können. Sie integrieren ihre Erfahrungen mit deutscher Unternehmenskultur in ihren beruflichen Alltag, einige sind nach ihrer Rückkehr in deutschen Unternehmen tätig und tragen aktiv zur Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit der Region bei. Seit 2004 haben 280 Stipendiaten ein Praktikum in rund 60 führenden deutschen Unternehmen absolviert. Sie alle sind Teil eines Branchenübergreifenden Netzwerks an jungen gut qualifizierten Nachwuchskräften, die wichtige Brücken bilden, um in Zukunft den Länder übergreifenden Austausch und die regionale Aussöhnung weiter voranzubringen.

Das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan wird unter Federführung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Zoran-Djindjic-Stiftung (Serbien), den AHK-Büros sowie der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH und den Deutschen Botschaften in den Ländern umgesetzt. Im Jahr 2011 werden erneut Studierende und junge Graduierte aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Kroatien, Mazedonien, Kosovo und Montenegro die Möglichkeit haben, ein Praktikum in Deutschland zu absolvieren. Bewerbungen sind ab 1. Oktober 2010 über die Internetseite www.stipendienprogramm.org möglich. Die Praktikanten haben einen fachlichen Hintergrund mit wirtschaftlichem oder ingenieurtechnischem Bezug. Die teilnehmenden deutschen Unternehmen stellen die erforderlichen Managementkapazitäten und die Unterkunft zur Verfügung. Tagegelder für die Praktikanten werden aus den Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert.

Interessierte Unternehmen, die einen Praktikumsplatz anbieten möchten, können sich sehr gern an die Geschäftsführung des Ost-Ausschusses wenden.