Positive Bilanz nach "City Solutions" Kongress

17. November 2012

Stadtentwicklung wird Schwerpunkt der deutsch-russischen Modernisierungspartnerschaft

Mit einer großen Paneldiskussion und unter Teilnahme von Vorstandschefs der wichtigsten deutschen Investoren in Russland ging am Nachmittag des 16. November in Moskau der deutsch-russische Wirtschaftskongress „City Solutions“ erfolgreich zu Ende. Mit insgesamt 400 Teilnehmern stießen die sieben Diskussionsforen rund um Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung auf großes Interesse auf deutscher und russischer Seite.

Aus Deutschland war Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler angereist, der den Kongress zusammen mit dem russischen Vize Premierminister Arkadij Dworkowitsch eröffnete. Im Rahmen des Kongresses fand auch ein Treffen des russischen Ministers für wirtschaftliche Entwicklung Andrej Beloussow mit seinem deutschen Kollegen Rösler und dem Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes statt.

„Deutsche Firmen sind bei Energieeffizienz und Klimaschutz, beim Recycling, bei Mobilitäts- und Logistikkonzepten und bei vielen weiteren Themen, die für die Entwicklung von Groß- und Megastädten lebenswichtig sind, weltweit führend. In Moskau ist es uns gelungen, die ganze Bandbreite von Lösungen für die Stadt der Zukunft vorzustellen“, zog Cordes eine positive Bilanz. Der Ost-Ausschuss organisierte den Kongress „City-Solutions“ im Rahmen des Deutschlandjahres in Russland 2012/2013.

Cordes geht davon aus, dass als Ergebnis der Konferenz das Thema „Stadtentwicklung“ zu einem neuen Schwerpunkt der deutsch-russischen Modernisierungspartnerschaft werden wird. „In Russland gibt es 14 Millionenstädte, deren Infrastruktur modernisiert und erweitert werden muss. Hinzu kommen große Vorhaben wie die Olympischen Spiele 2014 und die Fußball WM 2018“, so der Ost-Ausschuss-Vorsitzende. „Der Kongress hat gezeigt, dass es ganz entscheidend ist, integrierte, das heißt zwischen den Unternehmen und Behörden abgestimmte Lösungspakete anzubieten. Hier liegt eine große Chance gerade für den deutschen Mittelstand.“

Auf den insgesamt sieben Kongresspanels ging es um nachhaltige Stadtplanung und Architektur, Umwelt und Klimaschutz, um Mobilität, Transport- und Logistik-Konzepte für die Stadt, aber auch um den demographischen Wandel, die Gesundheitswirtschaft und den Tourismus. Zu den rund 40 Panelisten zählten zahlreiche Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer deutscher Unternehmen. Zudem waren renommierte Architekturbüros sowie Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer Institut Magdeburg, die Bauhaus-Universität Weimar und die Höhere Wirtschaftsschule Moskau vertreten.

Am Ende der Veranstaltung unterzeichneten die Unternehmen Herrenknecht und Siemens gemeinsam mit ihren russischen Partnern Verträge zur Lieferung von Ausrüstung. 

Das Thema Stadtentwicklung ist Schwerpunkt der deutschen Wirtschaft innerhalb des Deutschlandjahres in Russland, das der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt organisiert. Die fünf großen City-Partner des Deutschlandjahres – Siemens, die Metro Group, BMW Group, Bosch und Herrenknecht, sowie die E.ON AG als besonderer Förderer – stellen zwei Millionen Euro für das Deutschlandjahr in Russland bereit. Hinzu kommen Projektpartner für einzelne Veranstaltungen. Für den „City Solutions“-Kongress waren dies Ernst & Young und SAP.