Perspektivenwechsel in Moskau

2. Juni 2011

3. Alumni-Treffen der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden in Moskau

Die Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden sind ein exklusives Forum für junge Führungskräfte aus Russland und Deutschland, das der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt jährlich veranstaltet. Eine Woche im Oktober haben je 15 junge Manager aus beiden Ländern die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Experten über aktuelle Wirtschaftsthemen und gesellschaftspolitische Fragestellungen austauschen.

Neben der Stärkung der Fach- und Führungskompetenz kommt dem Networking eine hohe Bedeutung zu. Alle Teilnehmer bleiben über ein Alumni-Netzwerk miteinander in Kontakt und haben jährlich im Frühsommer in Russland die Gelegenheit, sich wiederzusehen.

Am Alumni-Treffen 2011, das vom 2. bis 4. Juni in Moskau stattfand, nahmen rund 30 Alumni aus allen bisherigen drei Jahrgängen der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden teil. Der gute Zuspruch zeigt, dass das Interesse an langfristigen persönlichen Beziehungen und einem nachhaltigen Dialog groß ist.

Ungewöhnliche Perspektiven erweitern den Horizont - das galt nicht nur für das Welcome Dinner in der Sky Lounge und der vorherigen Stadtbesichtigung bei einer Dampferfahrt auf der Moskwa, sondern auch für das Fachprogramm.

Beim festlichen Abendessen mit beeindruckendem Blick über das sommerliche Moskau beglückwünschte Rudolf Adam, Ständiger Vertreter des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation, die Veranstalter und Teilnehmer: „Das was Sie machen, ist das Substrat, auf dem die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern beruhen."

Bei einem Unternehmensbesuch bei KNAUF Russland und GUS in Krasnogorsk erlebten die Alumni, wie Gipskartonplatten hergestellt werden und wie das mittelständische, deutsche Familienunternehmen die Marktchancen in der GUS erfolgreich nutzt. Am Nachmittag besuchten die Alumni dann das Rehabilitierungszentrum für Drogensüchtige „RETO Nadeshda“ im Moskauer Umland. Therapeuten, die selbst drogenabhängig waren, schilderten bei der Führung ihre ganz persönlichen Lebensgeschichten, vom Beginn der „Drogenkarriere“ bis zur schwierigen Wiedereingliederung in die Gesellschaft.  Anschließend diskutierten die Alumni mit Thorsten Schubert, Finanzdirektor der OOO KNAUF Russland, wie wichtig die soziale Verantwortung von Unternehmen für die russische Gesellschaft ist. KNAUF unterstützt das Rehabilitierungszentrum mit Sachspenden und engagiert sich auch andernorts für soziale Projekte.

Das abendliche Schaschliki-Grillen wurde zum gelungenen Abschluss des Alumni-Treffens. Bis tief in die Nacht wurde ausgiebig diskutiert, viel gelacht und auch in beiden Sprachen gesungen - ein hörbares Zeichen, dass mit diesem Alumni-Treffen das Netzwerk zwischen deutschen und russischen Führungskräften noch engmaschiger wurde. Viele der Alumni werden auch in der zweiten Wochenhälfte der vom 10. bis 16. Oktober 2011 stattfindenden 4. Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden anreisen und sich mit den Teilnehmern des neuen Jahrgangs austauschen.

Weitere Informationen zu den Deutsch-Russischen Gesprächen sind auf der Homepage http://deutsch-russische-gespraeche.de/ verfügbar.

Matthias Toepfer
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft