Ost-West-Informationszentrum und Russland-Forum auf der CMS - Cleaning, Management, Services, 2009

30. September 2009

„Cleaning, Management, Services - aktuelle Trends und Perspektiven in Russland“.

Trotz Krise wächst die CMS. Nach einem erfolgreichen Jahr 2007 konnte die internationale Fachmesse für Reinigungsthemen in Berlin einen leichten Zuwachs an Ausstellern verzeichnen. Auch der Grad der Internationalisierung stieg an. Einen wichtigen Beitrag dazu konnte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft leisten. Im Rahmen des Ost-West-Informationszentrums, einem Gemeinschaftsprojekt der Messe Berlin, wurden im Vorfeld der Messe deutsche Aussteller mit Verbänden aus Mittel- und Osteuropa vernetzt.

Während der Messe selbst wurde diese Dienstleistung am Stand des Ost-West-Informationszentrums während der Messetage angeboten.Obwohl die Fachverbändestruktur in den Ländern Mittel- und Osteuropas noch im Aufbau begriffen ist, gibt es bereits intensive und kontinuierliche Beziehungen. Die Aktivitäten des Ost-West-Informationszentrums haben dazu beigetragen, die Kontakte und Verbindungen sowohl direkt zwischen Unternehmen als auch zu den jeweiligen Verbänden zu vertiefen. Mit etwa 35 Teilnehmern hat der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit der Messe Berlin GmbH und dem Fachverband Reinigungssysteme im VDMA am 24. September eine sehr gut besuchte und erfolgreiche Veranstaltung im Messerahmenprogramms organisiert. Bernd Heilmann,Vorsitzender des Fachverbandes Reinigungssystem im VDMA, Yury Ryabichev, Präsident des Verbandes Russischer Reinigungsunternehmen (ARUK) und Jörg Peter Stahle, Geschäftsführer der G.Staehle Gruppe, präsentierten ihre Einschätzungen zum russischen Markt hinsichtlich des Cleaning Business.

Mit einer gut strukturierten Einführung, die Zusammenhänge der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und der Reinigungsbranche in Russland und Deutschland nachzeichnete, eröffnete Bernd Heilmann. Sinkende Rohstoffpreise führten zu sinkenden öffentlichen Einnahmen und die Belastungen der Krise führten zu einer sinkenden Bau- und Investitionstätigkeit. Beide Faktoren beeinflussen die Ausgabenhöhe für Reinigungsdienstleistungen und Reinigungstechnik direkt. Die Zeit des steilen Abwärtstrends sei jedoch abgefangen. Die Branche, so Heilmann weiter, sehe wieder Licht am Ende des Tunnels.

Aus russischer Sicht unterstützte Yury Ryabichev diese Sichtweise. Zwei wesentliche Punkte, um Reinigungssysteme und professionelle Reinigungsdienstleistungen in Russland flächendeckend zu etablieren, seien eine verbesserte Ausbildungssituation und Maßnahmen zur generellen Sensibilisierung zu Bedeutung und Nutzen professioneller Reinigungssysteme. Gerade der Bereich einer verbesserten Berufsaubsildung diene nicht nur einem verbesserten hygienischen Standard, sondern hebe auch das Bildungs- und Qualifikationsniveau. Dieser Analyse stimmten alle Podiumsteilnehmer zu. Jörg Peter Staehle ergänzte aus der Perspektive eines deutschen Unternehmers auf dem russischen Markt, dass viele positive Trends auszumachen sind, allerdings müsse man sich über ein relativ niedriges Ausgangsniveau bewusst sein. Belastungen aus der Vergangenheit, die die Etablierung professioneller Reinigungssysteme beeinflussen würden, nehmen stetig ab. Staehle riet dazu, vor dem Markteintritt die Situation genau zu studieren und auf die Unterstützung eines verlässlichen russischen Partners zu setzen. Persönliche Beziehungen und stabiles Vertrauen bilden aus seiner Sicht einen wesentlichen Pfeiler, für ein erfolgreiches Engagement in Russland.