Ost-Ausschuss sichert Finanzierung der Länder-Analysen Russland und Ukraine

3. September 2009

Die Zukunft von zwei der wichtigsten Informationsdienste zu Ländern Osteuropas ist gesichert: Mit Wirkung zum 1. September 2009 übernimmt der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft für drei Jahre die Finanzierung der 'Russland-' und der 'Ukraine-Analysen'. "Politische und wirtschaftliche Entscheidungen müssen auf Grundlage bestmöglicher Informationen getroffen werden. Hierzu leisten diese Länderanalysen einen unverzichtbaren Beitrag", erklärte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold. Als die Redaktion zu Beginn dieses Jahres in eine finanzielle Notlage geriet, habe der Ost-Ausschuss umgehend nach Wegen gesucht, diese Informationsdienste zu erhalten. "Dank der Unterstützung unserer Mitgliedsunternehmen konnte ein Paket geschürt werden, das den Länderanalysen eine längerfristige Perspektive bietet, die inhaltliche Unabhängigkeit der Redaktion sichert und das Serviceangebot sogar weiter verbessert" erläuterte Mangold. "Wir setzen damit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein klares Signal, dass Osteuropa ein entscheidender Zukunftsmarkt für die deutsche Wirtschaft bleibt und dass wir es uns nicht leisten können, Brücken dorthin abzubrechen".

Die 'Russland-Analysen' werden seit 2003 gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde herausgegeben. Sie fassen alle 14 Tage die an Universitäten und Forschungsinstituten in Ost und West vorhandene wissenschaftliche Expertise zusammen und machen sie in lesbarer Form einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Die Analysen greifen das aktuelle Tagesgeschehen in Wirtschaft, Innen- und Außenpolitik auf und stellen es in einen größeren Zusammenhang. Auch Strukturfragen wie Bildungs- und Demographieprobleme, die Entwicklung des Rechtswesens und der Zivilgesellschaft werden thematisiert. Die Dokumentation von Meinungsumfragen und Chroniken der wichtigsten Ereignisse runden das Angebot ab.

Dem beschriebenen Konzept folgen auch die seit 2006 ebenfalls 14-tägig erscheinenden 'Ukraine-Analysen' und die monatlich erscheinenden 'Zentralasien-Analysen'. Letztere wurden 2008 durch den Ost-Ausschuss initiiert und von Beginn an durch Mitgliedsunternehmen des Ost-Ausschusses finanziert. Alle drei genannten Informationsdienste erreichen zusammen 7000 Leser in Ministerien, Verwaltungen, Botschaften, Verbänden, Wirtschaftsunternehmen, Universitäten und Medien. Die Länder-Analysen werden per Mail verschickt und können kostenlos unter www.laender-analysen.de abonniert werden. Über diese Internet-Seite ist auch ein Archiv der bislang erschienenen Ausgaben verfügbar.

"Es ist ein Anliegen der Analysen, der Öffentlichkeit tiefer gehende Informationen über Russland und die Ukraine zur Verfügung zu stellen und damit zu einer Versachlichung der Diskussion über die Entwicklung unserer Nachbarn im Osten beizutragen" erklärte Prof. Dr. Henning Schröder, Leiter der Forschungsgruppe Russland/GUS in der Stiftung Wissenschaft und Politik, der die beiden Publikationen gemeinsam mit Dr. Heiko Pleines, Leiter der Abteilung Politik und Wirtschaft der Forschungsstelle Osteuropa an der Uni Bremen, inhaltlich verantwortet.

Der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, Dr. Andreas Wittkowsky, begrüßte das Engagement des Ost-Ausschusses außerordentlich: "Für all jene Osteuropawissenschaftler, die sich für ein innovatives, aktuelles und nutzerorientiertes Konzept von Länderanalysen engagiert haben, ist es ein  bestätigendes und ermutigendes Zeichen, dass der Ost-Ausschuss den Fortbestand der Analysen auch in schwierigen Zeiten ermöglicht".

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt jährlich eine Vielzahl von Projekten, Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über 22 Länder Mittel- und Osteuropas durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Dem Ost-Ausschuss gehören über 120 vor allem mittelständische Unternehmen sowie große Wirtschaftsverbände an.