Ost-Ausschuss: Neue Exportförderstrategie gibt der deutschen Agrarwirtschaft auf Zukunftsmärkten Auftrieb

27. November 2008

„Der Agrarbereich wird für den deutschen Export immer wichtiger. Die neue Exportförderstrategie der Bundesregierung kann uns dabei helfen, unsere Position gerade auf den zukunftsträchtigen Märkten in Osteuropa weiter auszubauen“, sagte der Sprecher der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Dr. Franz-Georg von Busse, anlässlich der Präsentation des Aktionsplans Exportförderung durch die neue Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner.

Osteuropa ist für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft von hoher strategischer Bedeutung. Allein der Export nach Russland von Saatgut über Landtechnik bis zu Lebensmitteln und Anlagen zu ihrer Verarbeitung summierte sich 2007 auf mehr als 2,7 Milliarden Euro und machte damit fast zehn Prozent der deutschen Gesamtexporte nach Russland aus. Gerade vor dem Hintergrund der Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft setzt sich der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft für eine Intensivierung des wirtschaftspolitisches Dialogs ein. Insbesondere das Forum Internationale Grüne Woche im Januar 2009 biete sich für bilaterale Gespräche mit den wichtigsten Handelspartnern in Osteuropa an.

 „Wir begrüßen es daher, dass das Thema Exportförderung im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter der Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Gerd Müller verankert  wurde“, ergänzt von Busse. Nicht zuletzt die in Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft durchgeführten Kooperationsprojekte des Bundesministeriums unterstützen die Aktivitäten deutscher Unternehmen auf wichtigen, wenn auch anspruchsvollen Märkten wie Russland oder der Ukraine. Die internationale Projektzusammenarbeit im Bereich Agrar- und Ernährungswirtschaft verschafft der deutschen Wirtschaft einen wichtigen Vorsprung auf den osteuropäischen Exportmärkten. „Gerade im Hinblick auf die wachsende Nahrungsmittelverknappung bieten sich der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft weltweit interessante Entwicklungsperspektiven“, unterstreicht  von Busse und plädiert auch zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland dafür, das Instrument der Exportförderung im Bundesministerium weiter auszubauen. 

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt jährlich eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Aktuell gehören dem Ost-Ausschuss große Wirtschaftsverbände und über 100 fördernde Mitgliedsunternehmen an. Dazu zählen mehrheitlich mittelständische Betriebe.