Ost-Ausschuss: Einigung bei TNK-BP hat positive Signalwirkung für das Engagement ausländischer Investoren

5. September 2008

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft begrüßt die Fortschritte in den TNK-BP-internen Verhandlungen zwischen BP und dem russischen Aktionärskonsortium AAR.

„Wichtig ist jetzt, dass wieder ein Vertrauensverhältnis zwischen beiden Seiten aufgebaut wird und die Verhandlungen zügig abgeschlossen werden“, erklärte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Dr. Klaus Mangold. „Gerade in der derzeitigen kritischen Phase großer Unsicherheiten am Energiemarkt muss das Unternehmen in die Lage versetzt werden, seiner Verpflichtung zu Rohstoff-Lieferungen nachzukommen.“ 

Der sich abzeichnende Kompromiss wird nach Ansicht des Ost-Ausschusses zu einer weiteren Entspannung auf den Energiemärkten beitragen und sich sehr positiv auf das Investitionsklima in Russland auswirken. „Die Diskussion um den englisch-russischen Energiekonzern TNK-BP ist von ausländischen Investoren aufmerksam beobachtet worden“, erklärte Mangold. „Eine gütliche Einigung wird sicherlich auch in Deutschland eine positive Signalwirkung für das Engagement auf dem russischen Markt entfalten.“ 

Aktuell sind rund 4600 deutsche Unternehmen mit eigenen Niederlassungen in Russland präsent. Im ersten Halbjahr 2008 wuchs das Handelsvolumen mit Russland um 23,5 Prozent auf 32,5 Milliarden Euro. „Russland ist dabei, für Deutschland der wichtigste Markt innerhalb der sogenannten Bric-Länder zu werden, zu denen auch noch Brasilien, Indien und China gehören“, betonte Mangold. „Es gibt deutsche Unternehmen, die bereits bis zu 40 Prozent ihres Umsatzes mit Russland machen.“ 

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt jährlich eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über die Länder des östlichen Europa durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Aktuell gehören dem Ost-Ausschuss über 100 fördernde Mitgliedsunternehmen und Verbände an. Mehrheitlich handelt es sich um mittelständische Betriebe.