Opel-Lösung wichtige Weichenstellung

10. September 2009

Ost-Ausschuss sieht Potenzial für deutsche Zulieferer in Russland

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft sieht in der heute bekannt gegebenen Entscheidung von GM, den deutschen Autobauer Opel an ein kanadisch-russisches Konsortium unter Führung von Magna abzugeben, einen wichtigen Beitrag zu den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen.

„Eine Zusammenarbeit von Opel mit dem russischen Autohersteller GAZ könnte der russischen Automobilindustrie einen wichtigen Modernisierungsschub bringen und zugleich der deutschen Zulieferindustrie einen Wachstumsmarkt eröffnen“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold. Umgekehrt könnte ein erfolgreiches russisches Engagement bei Opel weitere russische Investoren dazu ermutigen, nach Deutschland zu kommen. Die konkreten Auswirkungen der Opel-Vereinbarung auf den deutschen und russischen Automarkt könnten allerdings noch nicht abgeschätzt werden. Dazu müsse man die Details des noch auszuhandelnden Vertrages zwischen Magna und GM abwarten. „Der erste Schritt ist jetzt gemacht. Auf alle Beteiligten wartet aber in jedem Fall noch ein großes Stück Arbeit, bis Opel wieder zu einer Erfolgsgeschichte wird“, sagte Mangold.
 
Mit einer PKW-Dichte von 200 Autos auf 1000 Personen ist der Nachholbedarf in Russland gemessen an Westeuropa weiterhin groß (Deutschland: 566). „Für die deutschen Autokonzerne geht es in Russland jetzt darum, sich eine gute Ausgangsposition für die Zeit nach der Krise zu verschaffen“, sagte Mangold
Zusammen mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA) lädt der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am 25. September auf der IAA in Frankfurt zu einer Podiumsdiskussion über den russischen Automobilmarkt ein.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt jährlich eine Vielzahl von Projekten, Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über 22 Länder Mittel- und Osteuropas durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Dem Ost-Ausschuss gehören über 120 vor allem mittelständische Unternehmen sowie große Wirtschaftsverbände an.