„Gemeinsame Leuchtturmprojekte“

4. September 2015

Der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes zu den aktuellen deutsch-russischen Kooperationsprojekten

„Gemeinsame Leuchtturmprojekte wie die Beteiligung von Wintershall am Gasfeld Urengoi, der Einstieg von BASF und E.ON beim Nord-Stream-2-Projekt oder die bevorstehende Eröffnung des neuen Landmaschinenwerks von Claas in Krasnodar zeigen, dass die deutsche Wirtschaft auch in einem schwierigen Umfeld daran arbeitet, die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland weiterzuentwickeln.

Das Potenzial für deutsch-russische Wirtschaftsvorhaben ist groß. Der Bedarf an Rohstoff- und Energiepartnerschaften mit Russland wird angesichts rückläufiger Fördermengen innerhalb der EU weiter hoch bleiben, umgekehrt ist eine Modernisierung der russischen Wirtschaft ohne deutsche Technologie schwer vorstellbar.

Wir hoffen, dass die gemeinsamen Wirtschaftsprojekte eine politische Wiederannäherung befördern, und würden uns wünschen, dass die Politik wieder bessere Rahmenbedingungen für eine Zusammenarbeit schafft. Jede Entspannungsbemühung, wie ein mögliches Gipfeltreffen im Normandie-Format im Herbst, ist zu begrüßen, um in der Ukraine-Krise wieder zu einem konstruktiven Miteinander zu kommen. Positiv ist auch die bevorstehende Wiederbelebung des Petersburger Dialogs Ende Oktober in Potsdam, der zu einer Annäherung beitragen kann.“