Schwerpunkte Mittelstand und Ausbildung

8. Juli 2015

Deutsch-Albanische Wirtschaftskonferenz in Tirana/ Merkel unterstreicht Bedeutung der Bildung

Bereits zum achten Mal fand am 8. Juli 2015 die Deutsch-Albanische Wirtschaftskonferenz in Tirana statt, die der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern organisierte. Etwa 300 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Austausch über Themen wie Energie, Infrastruktur und Telekommunikationstechnologien, aber auch über die Bedeutung des Mittelstandes sowie eines dualen Ausbildungssystems – den thematischen Schwerpunkten der Veranstaltung.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Rainer Baake und dem für wirtschaftliche Entwicklung, Tourismus, Handel und Unternehmertum zuständigen Minister Arben Ahmetaj, die auf die wirtschaftlichen Leistungen der vergangenen Jahre, aber auch auf die Herausforderungen und Chancen der Zukunft hinwiesen. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der regionalen Kooperation zu, auf die auch Rainer Lindner, der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, in dem von ihm moderierten Panel zu Energie, Infrastruktur und Telekommunikation hinwies.

Nur ein gemeinsames Agieren aller Staaten des Westlichen Balkans könne eine positive Entwicklung der Region voranbringen, so die Ressortminister Edmond Haxhinasto und Damian Gjiknuri. Gemeinsame Verkehrswege sowie der Aus- und Aufbau einer effizienten Energieversorgung stünden hierbei im Mittelpunkt. Albanien, so Lindner, bietet sich hier als Drehscheibe an. Das Land produziert seinen Strom zu fast 100 Prozent aus Wasserkraft und begibt sich damit in eine große klimatische Abhängigkeit. Vor diesem Hintergrund sei insbesondere eine effiziente Umsetzung der Trans Adriatic Pipeline (TAP) von großer Bedeutung. Die anwesenden Unternehmensvertreter nutzen die Gelegenheit, über aktuelle Projekte in Albanien und in der Region zu informieren und mögliche Finanzierungsaspekte zu diskutieren.

Höhepunkt der achten Deutsch-Albanischen Wirtschaftskonferenz war der gemeinsame Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des albanischen Premierministers Edi Rama. Merkel lobte die Fortschritte in den bilateralen Beziehungen der Länder und verwies auf die bedeutende Rolle der deutschen Wirtschaft. Neben einer weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen sowie Investitionen und Kooperationen von deutschen Unternehmen im Land seien praktische Bildungsinitiativen, wie das vom Ost-Ausschuss umgesetzte Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan, von besonderer Relevanz. Im Vorfeld der Merkel-Rede hatte Elsa Denaj, Alumna des Stipendienprogramms, die Möglichkeit, das Programm und ihre persönlichen Erfahrungen als Praktikantin in einem deutschen Unternehmen in Deutschland zu präsentieren und damit für eine verstärkte Kooperation Albaniens und Deutschland zu werben.

Organisiert wurde die Konferenz vom Ost-Ausschuss in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Albanischen Wirtschaftsgesellschaft und der Deutschen Industrie- und Handelsvereinigung in Albanien sowie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie mit weiteren Partnern.

Antje Müller
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft