Mit Deutschland verbunden

24. Juni 2015

Zwölfter Jahrgang des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan in Berlin begrüßt

Insgesamt 31 Stipendiaten aus den Ländern des Westlichen Balkans waren in diesem Jahr nach Berlin gereist, um an der feierlichen Eröffnung des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft teilzunehmen.

Beim Abendempfang am 24. Juni 2015 in der Repräsentanz der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) wurden die angehenden Praktikanten sowie zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft durch den Vorsitzenden des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Eckhard Cordes, die Vorsitzende der Zoran Djindjic Stiftung Ruzica Djindjic, Klaus Brückner, Leiter der GIZ-Repräsentanz Berlin, sowie Ministerialdirektor Andreas Gies, Leiter der Abteilung für die weltweite Entwicklungszusammenarbeit im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), willkommen geheißen.

Die Studierenden und jungen Graduierten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und aus Kosovo sind nach Deutschland gekommen, um ein Praktikum in führenden deutschen Unternehmen zu absolvieren. Vertreten sind dabei unter anderem die Branchen Banken/Versicherung, Energiewirtschaft und Maschinenbau sowie Architektur, Software, Telekommunikation, Handel und Bauingenieurwesen.

Das Stipendienprogramm soll dem Leitbild des 2003 ermordeten serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic Ausdruck verleihen, indem die Ausbildung junger Menschen als wichtigstes Gut eines jeden Landes gefördert wird. Bereits seit 2004 werden in stetig steigender Zahl qualifizierte, motivierte und weltoffene Nachwuchskräfte ausgewählt und in deutsche Unternehmen vermittelt. Die Stipendiaten gewinnen dabei nicht nur einen Einblick in die marktwirtschaftlichen und politischen Abläufe in Deutschland, sondern lernen auch Arbeitsweise und Management deutscher Unternehmen kennen.

Vor ihrem Start in den Arbeitsalltag nahmen die Stipendiaten an einem einwöchigen Einführungsprogramm in Berlin teil. Dabei konnten sie mit Vertretern des Bundestages, des BMZ, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie mit den Botschaftern der teilnehmenden Länder über aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Europa, die politische Rahmenbedingungen in ihren Heimatländern und über die EU-Perspektiven Ihrer Länder diskutieren.

„Nutzen Sie Ihr Praktikum und sammeln Sie so viele Erfahrungen im Unternehmen aber auch zwischenmenschlich, wie es Ihnen möglich ist“, unterstrich der Ost-Ausschuss Vorsitzende Cordes die Bedeutung des Programms und des Aufenthaltes in Deutschland.

Auch nach ihrer Rückkehr in die Länder des Westbalkans bleiben die Stipendiaten Deutschland weiterhin verbunden. Viele Alumni sind in deutschen Unternehmen tätig und tragen aktiv zur Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit ihrer Heimatregion bei. Andere arbeiten für internationale sowie nationale Firmen und Institutionen und beteiligen sich damit an der wirtschaftlichen Entwicklung in ihren Ländern. Zur Pflege der gewonnen Kontakte engagieren sich die meisten Ehemaligen der vergangenen Jahre in dem vom Ost-Ausschuss initiierten Alumni-Netzwerk. Vom 24. bis 27. September 2015 wird in Tirana die 8. Regionale Almunikonferenz mit rund 120 Teilnehmern stattfinden.

Antje Müller
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft