EXPO 2017 Astana: Noch 800 Tage bis zum Start

5. März 2015

Astana bereitet sich auf die EXPO 2017 vor/ Chancen für deutsche Unternehmen

Gut 800 Tage sind es noch bis zu der Eröffnung der Internationalen Ausstellung EXPO 2017, die vom 10. Juni bis 10. September 2017 in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden wird. Die Vorbereitungen für dieses Großereignis laufen bereits auf Hochtouren.

Das Motto der EXPO – „Energie der Zukunft: Maßnahmen für weltweite Nachhaltigkeit“ – verspricht eine Ausstellung, bei der die ausreichende und gesicherte Versorgung mit Energie in Entwicklungsländern genauso thematisiert wird wie der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien. Ein Thema, bei dem die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft moderne technische Lösungen präsentieren kann. So fanden sich am 5. März 2015 über 100 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank AG in Berlin ein.

Rapil Zhoshybayev, Erster Stellvertretender Außenminister der Republik Kasachstan und Bevollmächtigter für die Internationale Ausstellung EXPO 2017 Astana berichtete in seiner Begrüßung über die Planungen der kasachischen Seite. Für Kasachstan ist die EXPO 2017 in Astana eine willkommene Gelegenheit, sich als ein modernes Land in einer spannenden Region zu präsentieren. Anschließend präsentierte ein Vertreter der EXPO 2017 Durchführungsgesellschaft die detaillierten Pläne der Ausstellung. Deutschland wird sich mit einem Pavillon an der Ausstellung beteiligen, die Ausschreibungen dazu laufen bereits (technisch-organisatorische Leistungen) oder erfolgen im Falle der Vergabe der Architekturleistungen Ende Juli 2015.

Da die Informationsveranstaltung parallel zur Internationalen Tourismus-Börse (ITB) stattfand, nutzte auch der stellvertretende Leiter der Abteilung für Tourismusindustrie des kasachischen Ministeriums für Investitionen und Entwicklung Kayrat Sadvakasov die Gelegenheit, um für mehr touristische Präsenz im Land zu werben. Die EXPO 2017 soll schließlich neue Besucher nach Kasachstan locken, für die die Infrastruktur der Stadt vorbereitet werden muss. Allein für den Ausbau des Flughafens von Astana werden über 200 Millionen Euro bereitgestellt.

Aus Sicht der Wissenschaft stellte Professor Burghard Scheel vom Magdeburger Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit im Hochtechnologiebereich dar.

In der anschließenden Diskussionsrunde konnten die Teilnehmer der Veranstaltung detaillierte Fragen an die Referenten richten. Insgesamt zeigte sich, dass die Chancen für deutsche Unternehmen rund um das Event EXPO 2017 immens sind. Und nicht zuletzt ist das Interesse der kasachischen Seite an einer Kooperation mit Deutschland hoch. Die Internationale Ausstellung EXPO 2017 könnte einen weiteren Schub für die deutsch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen geben.

Eduard Kinsbruner
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft