Ost-Ausschuss empfängt usbekischen Außenwirtschaftsminister

19. Januar 2015

Usbekistan präsentiert sein Wirtschaftspotenzial in Berlin

Mitte Januar war die internationale Agrarcommunity zu Gast in Berlin und diskutierte die Fragen der Welternährung. Die Landwirtschaft, jahrelang als „Old Economy“ belächelt, hat sich zu einem Wachstumstreiber der Weltwirtschaft entwickelt. Dabei können die deutschen Unternehmen mit neuesten Technologien und innovativem Know-how einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der Welternährung leisten.

Usbekistans Außenwirtschaftsminister Eljor Ganiev nutzte den Rahmen der Internationalen Grünen Woche, um gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation das Agrarpotenzial, aber auch die übrigen Wirtschaftszweige seines Landes zu präsentieren. Das Interesse der deutschen Unternehmen an dem bevölkerungsreichsten Land Zentralasiens ist hoch. Über 130 Unternehmensvertreter versammelten sich am 19. Januar 2015 im Haus der Commerzbank im Herzen Berlins, um über neueste Projektchancen zu diskutieren.

In seiner Eröffnung betonte der Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner das große Interesse der deutschen Unternehmen an einem Engagement in Usbekistan. Bereits jetzt seien über 120 deutsche Unternehmen in dem Land an der Seidenstraße aktiv. Dazu gehören die Landtechnikhersteller wie Claas und Lemken, Banken wie die Commerzbank und die DEG sowie mittelständische Unternehmen wie Knauf und die Deutsche Kabel AG Taschkent, aber auch größere Unternehmen wie Siemens und MAN.

Außenwirtschaftsminister Ganiev stellte in seiner Rede die Chancen für ein Engagement deutscher Unternehmen in Usbekistan heraus. Das Land sei durch stabiles Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Gleichzeitig sei man an einer Modernisierung der usbekischen Wirtschaft interessiert. Qualitative und modernen Produkte und Lösungen böten für das Engagement der deutschen Unternehmen ein immenses Potenzial. Ganiev mahnte, dass die Konkurrenz aus Japan, Südkorea und China bereits in Usbekistan sehr aktiv seien und deutsche Unternehmen sich beeilen müssten.

In der anschließenden Präsentationsrunde konnten usbekische und deutsche Unternehmensvertreter erfolgreiche Projekte und neue Kooperationsmöglichkeiten vorstellen. Dabei wurde auch die Tendenz der usbekischen Seite deutlich, gerade auf deutsche Erfahrungen zu setzen. Die Abschlussdiskussion mit dem Minister und seiner Delegation nutzen die Unternehmensvertreter, um auch aktuelle Herausforderungen, wie die anhaltenden Konvertierungsprobleme, anzusprechen.

Eduard Kinsbruner
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft