Ost-Ausschuss trifft moldauischen Premier

10. Juli 2014

Unternehmertreffen mit dem moldauischen Premier Leanca in Berlin

Am 10. Juli 2014 fand in Berlin auf Einladung des Ost-Ausschusses ein Arbeitsfrühstück von deutschen Unternehmensvertretern mit dem moldauischen Premierminister Iurie Leanca und Vizepremierminister Eugen Carpov statt. Im Mittelpunkt des Treffens standen die wirtschaftlichen Chancen des EU-Assoziierungsabkommens, das die Republik Moldau Ende Juni in Brüssel unterschrieben und vor wenigen Tagen auch mit Parlamentsmehrheit ratifiziert hatte.

Cordes gratulierte Leanca zum Abschluss des Abkommens, das auch ein umfassendes Freihandelsabkommen beinhaltet. „Moldau stellt damit einmal mehr seine Bereitschaft zu umfassenden Wirtschaftsreformen unter Beweis“, lobte Cordes. Die deutsche Wirtschaft erhoffe sich durch das Abkommen insbesondere transparentere und effizientere Verwaltungsstrukturen und eine größere Rechtssicherheit. Nun sei es wichtig, das Abkommen rasch zu implementieren.

Leanca dankte seinerseits den Vertretern des Ost-Ausschusses für ihre langjährige Begleitung des Reformprozesses in Moldau und warb gleichzeitig um Unterstützung für die weiteren EU-Integrationsbemühungen seines Landes. Von deutscher Seite nahmen Unternehmen unter anderem aus den Branchen Handel, Energie und IT/TK  an dem Treffen teil.

Die Republik Moldau erreichte im vergangenen Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 8,9 Prozent einen Spitzenwert für die Länder des östlichen Europa, was nicht zuletzt mit der Erholung der Agrarindustrie nach dem schweren Dürrejahr 2012 verbunden war. Für das laufende Jahr wird ein Wachstum in ähnlicher Höhe erwartet. Der Handel mit Deutschland konnte 2013 um rund sechs Prozent zulegen. Aktuell ist hier jedoch eine Abkühlung zu beobachten: Während die Einfuhren nach Deutschland in den ersten vier Monaten 2014 um fast 19 Prozent gestiegen sind, sanken die Exporte aus Deutschland um knapp 20 Prozent.

Seit Ende April können Staatsbürger Moldaus ohne Visa in die EU reisen. Damit ist Moldau unter den sechs Ländern der Östlichen Partnerschaft der EU im Annäherungsprozess an die EU am weitesten fortgeschritten.