Ost-Ausschuss empfängt usbekischen Außenminister

15. Oktober 2014

Usbekistan wirbt für mehr deutsches Engagement/ Außenminister Kamilov besucht mit einer Delegation Berlin
Es gibt in der globalen Wirtschaft nur wenige Regionen und Länder, die über die letzten Jahre ein veritables Wirtschaftswachstum und steigende Nachfrage nach neuen Produkten vorweisen können. Usbekistan gehört zweifelsfrei dazu. Die Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Staates in Zentralasien befindet sich unbestritten auf einem Wachstumspfad, von dem auch deutsche Unternehmen profitieren können.

Seine Reise nach Berlin nutzte der usbekische Außenminister Abdulaziz Kamilov neben politischen Gesprächen auch dazu, um für mehr wirtschaftliches Engagement in seinem Land zu werben. Zahlreiche Sektoren der usbekischen Wirtschaft bieten enorme Chancen für deutsche Anbieter von Maschinen und Anlagen, Ausrüstungen und Geräten. Der Modernisierungsbedarf der usbekischen Industrie und die Nachfrage nach qualitativen und modernen Produkten und Lösungen bieten für das Engagement der deutschen Unternehmen ein immenses Potenzial.

Die Möglichkeiten für ein verstärktes Engagement der deutschen Wirtschaft könnten aber noch besser ausgeschöpft werden, wenn eine der wichtigsten Herausforderungen, nämlich die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Währungskonvertierung, gelöst werden. Dies betonte der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Rainer Lindner in seiner Begrüßung am 15. Oktober im Haus der Commerzbank am Pariser Platz im Zentrum Berlins. Gleichzeitig warb er für die Wirtschaft als Brückenbauer zwischen den Ländern. Gerade brisante Themen, wie die Wasserversorgung in der Region, könnten mit Hilfe von modernsten technischen Lösungen deutscher Unternehmen entpolitisiert werden.

In seiner Rede vor rund 80 Vertretern aus Wirtschaft und Politik warb Außenminister Kamilov für mehr Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan. Dabei unterstrich er die Unterstützung seines Landes für die Bundeswehr bei ihrem Einsatz in Afghanistan. Alle Truppen- und Nachschubtransporte für das deutsche ISAF-Kontingent in Afghanistan werden über den Stützpunkt in der usbekischen Stadt Termiz abgewickelt. Besonderes Augenmerk legte der Minister auf die Ausbildung von jungen Menschen. Tausende usbekische Studierende seien an deutschen Universitäten eingeschrieben und würden in Zukunft für mehr Kooperation zwischen den Ländern sorgen.

Anschließend hatten die Unternehmensvertreter die Gelegenheit zu einem direkten Gespräch mit dem Außenminister und seiner begleitenden Delegation, unter anderem dem stellvertretenden Außenwirtschaftsminister Shavkat Tulyaganov, die diese auch intensiv nutzten.

Eduard Kinsbruner
Ost-Ausschuss der Deutschen WirtschaftOst-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft