Minister Pofalla eröffnet Minsk Forum XIII

2. November 2010

Mit dem Chef des Bundeskanzleramts reist am 3. November erstmals ein Bundesminister zum Forum nach Belarus an

Erstmals in seiner 13-jährigen Geschichte wird das Minsk Forum am 3. November 2010 durch einen Bundesminister eröffnet. Mit Ronald Pofalla reist der Chef des Bundeskanzleramtes und Minister für besondere Aufgaben aus Berlin an. Pofalla hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit Belarus beschäftigt, 2008 nahm er bereits in seiner Eigenschaft als Generalsekretär der CDU am Minsk Forum teil.

Einen Tag vor Eröffnung des Minsk-Forums wird auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle gemeinsam mit dem polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski Minsk besuchen und unter anderem mit Staatspräsident Alexander Lukaschenko zusammentreffen. Die Reisen von Westerwelle und Pofalla sind die ersten Besuche deutscher Bundesminister seit über zehn Jahren in Belarus.

„Wir freuen uns sehr, dass das Minsk Forum XIII im Zeichen einer diplomatischen Offensive Deutschlands und Polens zur Förderung der Annäherung des Landes an die EU stattfindet“, erklärte der Vorsitzende des Minsk Forums Rainer Lindner in Minsk. „In den nächsten Monaten werden entscheidende Weichen für die zukünftige  Entwicklung von Belarus gestellt: Die EU hat im Vorfeld der Präsidentenwahlen einen Joint Interim Plan für sozial-wirtschaftliche Reformen entwickelt, der Belarus eine bessere europäische Perspektive eröffnen würde. Gleichzeitig treibt Russland nach Gründung einer Zollunion die wirtschaftliche Integration von Belarus in einen einheitlichen Wirtschaftsraum voran. Diese Entwicklungen werden wir in den Panels des Minsk Forums intensiv diskutieren.“ Lindner ist gleichzeitig Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, der in diesem Jahr den Wirtschaftsteil des Forums federführend organisiert.

Neben Pofalla nehmen auch der Leiter der Administration des Präsidenten der Republik Belarus Vladimir Makej sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus Finnland, Polen, Russland, Litauen, Lettland und der Ukraine an der Eröffnung teil. Diese findet am 3. November ab 18 Uhr in der IBB „Johannes Rau“ in Minsk statt.

Das Minsk Forum wird seit 1997 von der deutsch-belarussischen gesellschaft (dbg) organisiert. Veranstaltungsorte sind vom 3. bis 5. November in Minsk die IBB „Johannes Rau“ und das Hotel Crowne Plaza (Wirtschaftspanel). Das Forum hat sich in Belarus zur wichtigsten Plattform für Begegnungen zwischen Regierungsvertretern und Angehörigen der Zivilgesellschaft entwickelt. Es widmet sich dem Ziel, einen offenen Dialog zwischen Belarus, Deutschland, den europäischen Institutionen und allen Nachbarstaaten zu ermöglichen. Dazu finden Diskussionsrunden mit den Schwerpunkten Politik, Wirtschaft und Kultur/Zivilgesellschaft statt.

In den Fachforen der Arbeitsgruppe Wirtschaft, die der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft zusammengestellt hat, werden unter anderem der stellvertretende belarussische Wirtschaftsminister Andrej Tur und Dr. Jaroslav Romantschuk, Direktor des Forschungszentrums „Ludwig van Mises“, auftreten.

Anlässlich des Minsk Forums wird in diesem Jahr ein umfangreiches  Belarussisch-Deutsches Wörterbuch präsentiert. „Dies ist zweifellos ein Meilenstein in den Kulturbeziehungen zwischen Belarus und Deutschland“, sagte Lindner.
 
Für Medienvertreter wird im Vorfeld des Minsk Forums am 2. November um 14.30 Uhr ein Pressegespräch angeboten. Es findet im Nationalen Pressecenter der Republik Belarus, Oktjabrskaja Straße 5, statt.

Unterstützt wird das Minsk  Forum von der Deutschen Botschaft in Minsk, von der Bertelsmann Stiftung, der Commerzbank AG, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung, The German Marshall Fund, der Hans-Seidel-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung, der IBB „Johannes Rau“, der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, der OSZE Büro Minsk und der Robert Bosch Stiftung.