Internationale Wirtschaftsdebatten in Berlin

17. April 2013

east forum Berlin schafft neue Plattform für den Austausch zwischen Ost und West

Am 17. und 18. April 2013 findet erstmals das east forum Berlin statt. Mit diesem neuen jährlichen Forum schaffen die UniCredit, der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und das Land Berlin in der Bundeshauptstadt eine Plattform, auf der Unternehmer und Politiker aus Ost und West über die drängendsten wirtschaftspolitischen Fragen diskutieren. Das Forum soll Berlin in seiner Rolle als Drehscheibe für den europäischen Handel stärken.

„Die Zeit ist gekommen, um unsere Aufmerksamkeit wieder auf die aufstrebenden Märkte in Osteuropa zu richten, damit wir die großen Möglichkeiten der Region nicht aus dem Blick verlieren“, sagte Giuseppe Vita, Vorsitzender des Verwaltungsrats der UniCredit, im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin. „Das east forum Berlin soll einen wichtigen Beitrag zu einem lebhaften Dialog über die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ost und West leisten.“

„Europa ist in den vergangenen 20 Jahren enger zusammengewachsen. Doch die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes über die Ostgrenze der EU hinaus bleibt ein unerfülltes Versprechen. Auf dem east forum Berlin wollen wir diese Idee wiederbeleben“, sagte Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. „Freie Entfaltungsmöglichkeiten für Menschen, für den Handel, für Kapital, Dienstleistungen und Investitionen sind die Schlüssel zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Europa.“

Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung in Berlin, betonte: „Neben der geografischen Nähe hat Berlin historisch gewachsen enge Kontakte nach Mittel- und Osteuropa, viele in Berlin agierende internationale Unternehmen haben hier einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in diesem Wirtschaftsraum. Zahlreiche junge Menschen kommen aus Mittel- und Osteuropa nach Berlin. Für sie ist die deutsche Hauptstadt längst der wichtigste Ost-West-Standort mit einem hochentwickelten universitären und unternehmerischen Umfeld, um beispielsweise IT-Produkte zu entwickeln und Unternehmen zu gründen. Das east forum Berlin ist deshalb eine ausgezeichnete Chance, dieses Netzwerk zu entwickeln und erfolgreich auszubauen." 

Das east forum Berlin wird am Abend des 17. April im Deutschen Technikmuseum von Bundesaußenminister Guido Westerwelle und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnet. Dazu werden rund 250 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik im deutschen Technikmuseum erwartet, darunter Regierungsmitglieder aus Belarus, Kirgistan, Kosovo, Lettland, Mazedonien, Moldau, Russland, Serbien und der Ukraine sowie Vertreter der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftskommission. Ein Dutzend Botschaften präsentieren sich mit eigenen Ständen, mehr als 25 Botschafter stehen für Gespräche zur Verfügung.

Am Vormittag des 18. April treffen sich dann ausgewählte Unternehmer und Politiker zu zwei Panel-Diskussionen im Plenum der AXICA unweit des Brandenburger Tors. 

Den Vorsitz zweier Paneldiskussionen zum Thema Freihandel in Europa und zu den Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise übernehmen der frühere EU-Kommissar Günter Verheugen und der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel. Der Abschluss des east forum Berlin ist am Mittag des 18. April ein exklusives Luncheon im Berliner China-Club. 

Weitere Informationen zu Teilnehmern und zum Programm finden Sie auf der Seite: www.eastforum-berlin.de

Anlässlich des ersten east forum Berlin führen zwei Exkursionen die Teilnehmer zu Gesprächen und Besichtigungen nach Adlershof zur WISTA, einem der erfolgreichsten Hochtechnologieprojekte Deutschlands mit über 900 Firmen in modernen Technologie- und Gründerzentren, elf außeruniversitären Forschungsinstituten, dem naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt- Universität und Berlins größtem Medienstandort.  Das Internationale Gründerzentrum OWZ der WISTA unterstützt die Gründung und Ansiedlung international agierender Unternehmen insbesondere aus Mittel- und Osteuropa, die von Berlin aus ihre Kooperationsaktivitäten realisieren wollen.

Zu den zehn wichtigsten Exportmärkten für Berliner Produkte gehörten 2012 die Russische Föderation (Rang 2 mit rund 813 Mio. €), Polen (Rang 6 mit rd. 631 Mio. €) und die Tschechische Republik (Rang 10 mit rd. 449 Mio. €) – Quelle Statistisches Bundesamt 

Bei den ausländischen Inhabern bzw. Beteiligungen an Gewerbebetrieben liegen (lt. einer Studie der IHK Berlin) die polnischen Unternehmen (7.368) auf Rang 1, bulgarische (3.306) auf Rang 3, rumänische (1.855) auf Rang 4, Lettische (1.311) auf Rang 6 und russische (981) auf Rang 8.