Fünf Jahre Deutsch-Russischer Jugendaustausch

16. November 2011

Stiftung feiert Jubiläum mit 300 Gästen in Hamburg

Eine großartige Kulisse für eine Erfolgsgeschichte: Am 16. November 2011 feierte die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch mit einem Festakt im Hamburger Rathaus ihr fünfjähriges Jubiläum. Die Stiftungsarbeit wird durch eine Partnerschaft von vier öffentlichen und privaten Gesellschaftern ermöglicht: Ost-Ausschuss, Robert Bosch Stiftung,  Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Land Hamburg.

Die über 300 Gäste wurden bei der Jubiläumsveranstaltung auf eine Reise in die Welt des deutsch-russischen Jugendaustauschs mitgenommen: Eine Fotoausstellung in der Rathausdiele dokumentierte die erfolgreiche und vielfältige Arbeit der Stiftung, die seit ihrer Gründung etwa 3.000 Begegnungen von Schülern, Jugendlichen, Lehrern und Fachkräften gefördert hat. Durch die Förderung konnten mehr als 80.000 junge Menschen sowie Lehr- und Fachkräfte aus Deutschland und Russland das oftmals unbekannte Partnerland bereisen und kennenlernen und hierbei entdecken, dass es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, mehr Verbindendes als Trennendes gibt. Sie konnten trotz Sprachbarrieren eine gemeinsame Sprache finden und Freundschaften knüpfen.

Michael Frenzel, Präsidiumsmitglied des Ost-Ausschusses, unterstrich die große Bedeutung des Jugendaustauschs für die Völkerverständigung und erinnerte daran, dass der Ost-Ausschuss seit seiner Gründung im Jahre 1952 die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den Staaten Mittel- und Osteuropas, Zentralasiens und des Kaukasus stets auch dadurch gestärkt hat, dass er politischen und zivilgesellschaftlichen Austausch ermöglicht und unterstützt.

„Die Mitgliedsunternehmen des Ost-Ausschusses fühlen sich der Tradition von Otto Wolff von Amerongen und Berthold Beitz verpflichtet, die bereits während des Kalten Krieges Brücken gebaut und aufrecht erhalten haben", so Frenzel. „Wir verstehen uns als Teil der Zivilgesellschaft - eine künstliche Trennung zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft gibt es nicht.“
Daher tragen aktuell über 30 Unternehmen sowie der ehemalige und langjährige Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Klaus Mangold, als Privatspender das Engagement des Ost-Ausschusses für den deutsch-russischen Jugendaustausch in Höhe von 4 Millionen Euro und ermöglichen dadurch die Verständigung zwischen jungen Menschen aus Russland und Deutschland.

Dass diese Verständigung klappt, konnte man auch beim Festakt sehen. So wurde die Veranstaltung gemeinsam durch einen jungen Russen und eine junge Deutsche, die an Jugendbegegnungen teilgenommen haben, moderiert. Jugendliche aus Berlin, Samara und Petrosawodsk sangen zudem deutsche und russische Lieder, die sie zuvor im Rahmen einer Jugendbegegnung in einem bilingualen Liederbuch zusammengestellt hatten.

So wurde auf der Jubiläumsveranstaltung, wie bei einem echten Jugendaustausch, viel gesungen und viel gelacht - ein gutes Zeichen dafür, dass sich das Engagement des Ost-Ausschusses beim deutsch-russischen Jugendaustausch lohnt.

Matthias Toepfer
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft