Exportinitiative sichert Arbeitsplätze

16. Juli 2009

Kreditvereinbarung hilft deutschem Mittelstand und unterstützt die Modernisierung der russischen Wirtschaft

Der Ost-Aussschuss der Deutschen Wirtschaft begrüßt die Unterzeichnung eines Rahmenkreditabkommens über 500 Millionen Euro zwischen der russischen Vneshekonombank (VEB) und der KfW-IPEX-Bank zur Absicherung deutscher Exporte in strategische und innovative Bereiche der russischen Wirtschaft. Der Vertrag wurde anlässlich der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in München geschlossen.

„Die Kreditvereinbarung stellt ausgewählten deutsch-russischen Exportgeschäften, die durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gefährdet sind, eine Finanzierung bereit. Damit helfen wir der deutschen Exportwirtschaft, insbesondere dem Mittelstand, und stärken gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der russischen Wirtschaft“, sagte dazu der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Klaus Mangold in München. „Das Abkommen gibt den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen Rückenwind und sichert Arbeitsplätze in beiden Ländern.“
 
Der Rahmenkredit ist Teil einer deutsch-russischen Initiative zur Förderung der Exportfinanzierung für Modernisierungsprojekte, die der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft Ende März im Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel und Russlands Präsident Medwedew vorgeschlagen und dann gemeinsam mit der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, dem Bundeswirtschaftsministerium, dem russischen Wirtschaftsministerium und den beteiligten Banken vorangetrieben hat. Da sich die Initiative vor allem auf die Lieferung von Maschinen und Anlagen des deutschen Mittelstandes nach Russland bezieht, wurden auch der VDMA und der BDI in die Initiative eingebunden.

44 Prozent der in Russland engagierten deutschen Unternehmen klagen infolge der Wirtschaftskrise über Auftragsstornierungen ihrer russischen Partner, weil diese in ihrer Heimat kaum noch Zugriff auf bezahlbare Kredite haben. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des Ost-Ausschusses unter 100 Unternehmen. Das Gesamtvolumen der stornierten oder von Stornierung bedrohten Aufträge schätzt der Ost-Ausschuss auf rund fünf Milliarden Euro.

„Vereinbarungen, wie die in München unterzeichnete, helfen uns, die Wirtschaftskrise zu überwinden und auf den russisch-deutschen Erfolgspfad der vergangenen Jahre zurückzukehren“, sagte Mangold in München. Im ersten Quartal 2009 waren die deutschen Exporte nach Russland um über 30 Prozent zurückgegangen, nachdem es im Gesamtjahr 2008 noch einen Zuwachs um 15 Prozent gegeben hatte. 

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft führt jährlich eine Vielzahl von Projekten, Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über 22 Länder Mittel- und Osteuropas durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Dem Ost-Ausschuss gehören über 120 vor allem mittelständische Unternehmen sowie große Wirtschaftsverbände an.