east forum Berlin

Chancen für einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok

Das east forum Berlin wurde im Jahr 2013 vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und der UniCredit ins Leben gerufen, um eine Plattform für den wirtschaftlichen Austausch zwischen Ost- und Westeuropa zu schaffen und Wege zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok aufzuzeigen. Seit dem 3. east forum Berlin 2015 kam die METRO GROUP als neuer Partner hinzu. Als Kooperationspartner waren 2016 erstmals der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) dabei. Zudem fand das east forum Berlin auch 2016 in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin statt.
 
Von Beginn an hat sich das east forum Berlin die Diskussion über die Beseitigung von Handelshemmnissen und die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums von Europa bis Asien auf die Fahnen geschrieben.
 
Am 6. April 2017 diskutierten anlässlich des 5. east forum Berlin über 300 internationale Teilnehmer über Wege zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum in Europa und Eurasien. Der stellvertretende WTO-Generaldirektor Karl Brauner plädierte dabei leidenschaftlich für die Akzeptanz internationaler Handelsregeln und Schiedsgerichtsverfahren. Sollten die USA unter der neuen Administration die Autorität der Welthandelsorganisation (WTO) in Frage stellen, wie dies angekündigt worden sei, könnte das gesamte Welthandelssystem vor dem Kollaps stehen.

Zu den Diskutanten gehörten in diesem Jahr Tigran Sargsyan, der Vorsitzende der Eurasischen Wirtschaftskommission, Dmytro Shimkiv,  stellvertretender Leiter der ukrainischen Präsidialadministration, Gabriel Felbermayr, Direktor des Münchener ifo-Instituts,  Veronika Nikishina, Ministerin für Handel in der Eurasischen Wirtschaftskommission, sowie Joost Korte, stellvertretender Generaldirektor der Generaldirektion Handel innerhalb der EU-Kommission, Klaus-Maria Steinmaurer, Vize-Präsident für Internationale Regulierungsfragen bei der Deutschen Telekom, und Markus Borchert, Präsident von Digital Europe und Senior Vice President von Nokia Europe.

Zu den weiteren Rednern der Konferenz gehörten der bulgarische Wirtschaftsminister Teodor Sedlarski, der kasachische Vize-Investitionsminister Yerlan Khairov, der Präsident des Wiener Wirtschaftsforschungsinstituts Hannes Swoboda, DIHK-Präsident Eric Schweitzer, der Präsident von Digital Europe Markus Borchert und die IT-Expertin Gabriele Zedlmayer.

Im Rahmen der Konferenz wurde ein „Berlin Memorandum“ vorgestellt, das Vorschläge für einen Wirtschaftsdialog zwischen EU und Eurasischer Wirtschaftsunion (EAWU) formuliert. Das Memorandum kann auf der Internetseite www.lisbon-vladivostok.pro eingesehen und unterschrieben werden.

Das east forum Berlin wurde vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, der UniCredit und der METRO AG Wholesale & Food Specialist Company organisiert. Als Kooperationspartner waren der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Schaeffler Technologies mit dabei. Rund 20 Länder waren auf Minister- oder Botschafter-Ebene beim 5. east forum Berlin vertreten. Wie schon im vergangenen Jahr, unterstützte die Konferenz die Connectivity-Agenda der OSZE, diesmal unter österreichischem Vorsitz.

Das Programmheft zum 5. east forum Berlin und weitere Informationen finden Sie hier