Deutsch-Kroatisches Wirtschaftsforum

8. Juni 2010

250 Teilnehmer, darunter 50 Gäste aus Deutschland, werden am 15. und 16. Juni in Zagreb erwartet

Am 15. und 16. Juni findet in der kroatischen Hauptstadt Zagreb das Deutsch-Kroatische Wirtschaftsforum statt. Die Veranstaltung wird am Nachmittag des 15. Juni mit einer Keynote-Speech der kroatischen Premierministerin Jadranka Kosor eröffnet. Aus Deutschland reisen der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Hans-Joachim Otto, der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Klaus Mangold sowie etwa 50 Unternehmensvertreter an. Insgesamt werden in Zagreb 250 Teilnehmer erwartet. Das Wirtschaftsforum ist damit eines der größten und hochkarätigsten Treffen der deutschen und kroatischen Wirtschaft seit der Unabhängigkeit des Landes 1991.

Veranstaltet wird das Wirtschaftsforum durch den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, die Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer sowie die diplomatischen Vertretungen Deutschlands und Kroatiens mit Unterstützung der Kroatischen Wirtschaftskammer und der Universität Zagreb.

„Kroatien ist nicht nur für deutsche Touristen ein lohnendes Ziel. Mit dem Wirtschaftsforum geben wir das klare Signal, dass die deutsche Wirtschaft an Investitionen in Kroatien, insbesondere zum Ausbau der öffentlichen Infrastruktur, in der Industrie und im Agrarbereich sehr interessiert ist“, sagte der Ost-Ausschuss Vorsitzende Mangold im Vorfeld des Forums. „Eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung spielt der bevorstehende EU-Beitritt des Landes sowie die Öffnungspolitik hin zu den übrigen Staaten des früheren Jugoslawiens.“ Mangold lobte in diesem Zusammenhang die konstruktive Rolle der kroatischen Regierung in der Region. Kroatien entwickle sich zum Vorbild für die europäische Integration des gesamten Westbalkan. „Die EU-Beitrittsverhandlungen sollten von der aktuellen Finanzkrise nicht überlagert werden. Damit würde man den Reformanstrengungen Kroatiens nicht gerecht.“

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kroatien Dr. Bernd Fischer fügte hinzu: „Mit Blick auf die voranschreitende Einbindung Kroatiens in die EU beabsichtigt Deutschland aufgrund seiner reichhaltigen Erfahrungen vor allem in den neuen Bundesländern, Kroatien auch bei der Nutzung von EU-Fördermitteln tatkräftig zu unterstützen.“ Und Ralf Blomberg, Präsident der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer (DKIHK) betonte: „Als bilaterale Kammer spüren wir, dass sich die Bedingungen für einen Aufschwung der deutsch-kroatischen Wirtschaftsbeziehungen verbessern: Beide Länder bemühen sich, die Folgen der Wirtschaftskrise hinter sich zu lassen. Hinzu kommt der bevorstehende EU-Beitritt Kroatiens. Beides eröffnet sowohl für kroatische als auch für deutsche Unternehmen insbesondere für Kooperationen interessante Geschäftsmöglichkeiten."

An die Eröffnung des Wirtschaftstages am Dienstag schließt sich eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die kroatische Wirtschaft auf dem Weg in die EU“ an, zu der neben Spitzen der kroatischen Wirtschaft auch der Geschäftsführer der WAZ-Gruppe Bodo Hombach und das Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom, Guido Kerkhoff, erwartet werden.
Im Mittelpunkt des Wirtschaftsforums stehen am zweiten Tag Diskussionsrunden zu den Themen Industrie, Energie, Agrar- und Ernährungswirtschaft, Tourismus, Infrastruktur und Handel, zu denen die zuständigen kroatischen Fachminister eingeladen sind, über anstehende Projekte der Regierung zu sprechen. Für den Abschlussempfang am Mittwochnachmittag ist der Kroatische Staatspräsident Ivo Josipovic angefragt. Im Rahmen des Wirtschaftsforums sind Vertragsunterzeichnungen unter anderem in der Infrastruktur- und Tourismusbranche geplant.
 

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