Putin und die deutsche Wirtschaft: Ziemlich beste Freunde

13. Oktober 2017

Handelsblatt

Die wichtigsten Fürsprecher Wladimir Putins sitzen in Deutschland – in den Führungsetagen vieler deutscher Unternehmen. Mit ihnen teilt er die Forderung nach einem Ende der Sanktionen gegen Russland, Kritik an neuen amerikanischen Strafmaßnahmen gegen Russland und die Unterstützung für mehr russische Öl- und Gaslieferungen nach Europa. Und so nahm sich der Kremlherr fast drei Stunden Zeit für ein Gespräch mit Top-Managern aus Deutschland in seiner Schwarzmeer-Residenz in Sotschi. An dem Treffen nahm überraschend auch der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew teil.

Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft Wolfgang Büchele betonte die Gemeinsamkeiten. Die Umfragen zeigten, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen freundschaftliche Beziehungen zu Russland wolle und den Stillstand im bilateralen Verhältnis gerne beendet sähe, sagte Büchele. Dies müsse die Orientierung für eine neue Bundesregierung werden.

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