Michael Harms: Bei den Wahlen sollte man mehr über die Wirtschaft reden.

24. September 2017

Deutsche Welle (russ.)

Der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Michael Harms äußert sich im Interview mit dem russischen Dienst der Deutschen Welle dazu, das wirtschaftliche Themen bei den Bundestagswahlen den zweiten Platz eingenommen haben. „Die Wirtschaftsthematik hat in der Tat diesmal im Vergleich zu den vorherigen Wahlkampagnen keine große Rolle gespielt. Wenn man es z.B. mit dem Jahr 2005 vergleicht, sieht man, dass es damals etwa fünf Millionen Arbeitslose im Land gab und die Wirtschaftssituation sehr schwierig war. Heute befindet ist die wirtschaftliche Lage in Deutschland auf einem anderen Niveau: Wir haben fast Vollbeschäftigung, Wirtschaftswachstum, und die Auslandverschuldung hat sich auch stark verbessert. Aber es scheint mir, dass vieles davon vor allem mit einer künstlichen Konjunktur verbunden ist, die von der Politik „des billigen Geldes“ der Europäischen Zentralbank herrührt. Und all diese Probleme können wieder zurückkommen. Deswegen denke ich, dass man viel ernsthafter über wirtschaftliche Fragen diskutieren sollte“.

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