Albanien trotzt der Wirtschaftskrise

26. April 2010

Der albanische Staatspräsident Bamir Topi zu Gast beim Ost-Ausschuss

Am 6. April 2010 begrüßte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft den albanischen Staatspräsidenten Bamir Topi anlässlich seines Deutschlandsbesuchs zu einem Abendessen in Berlin. Präsident Topi, der von wichtigen
albanischen Politikern und Unternehmern begleitet wurde, war am Morgen von Bundespräsident Köhler empfangen worden und nahm danach in Berlin weitere Termine war. Im Rahmen des gemeinsamen Abendessens mit deutschen
Unternehmensvertretern ergab sich zum Abschluss des Besuches für beide Seiten die Möglichkeit, aktuelle Themen in den deutsch-albanischen Wirtschaftsbeziehungen anzusprechen.

Im Namen des Ost-Ausschusses begrüßte Präsidiumsmitglied Bodo Hombach den Präsidenten und die Vertreter der albanischen Delegation, in der unter anderem auch Außenminister Ilir Meta sowie der stellvertretende Minister für
Tourismus, Kultur, Jugend und Sport Nikolle Lesi vertreten waren. Albanien habe sich in den vergangenen Jahren wirtschaftlich und politisch kontinuierlich verbessert, lobte Hombach. Insbesondere der in den letzten Jahren begonnene Reformprozess, verbunden mit der Privatisierung staatlicher Unternehmen und einer wirtschaftlichen Liberalisierung habe zur ökonomischen Stabilität des Landes beigetragen. Mit einem Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent 2009 gehöre Albanien trotz der weltweiten Wirtschaftskrise zu den wenigen Ländern in Europa mit positivem Wachstum. „Die deutschen Unternehmen, die heute hier versammelt sind, repräsentieren das Interesse der deutschen Wirtschaft an Ihrem Land und zeigen, dass auch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise daran nichts geändert hat“, betonte Hombach und begrüßte die Fortsetzung des Reformkurses in Albanien, zu dem auch die weitere Bekämpfung von Korruption und Kriminalität gehöre.

In seiner Begrüßung verwies Präsident Topi auf die guten Erfahrungen seines Landes in der Zusammenarbeit mit Deutschland und das hohe Interesse Albaniens an einem Ausbau der Beziehungen. Die anwesenden deutschen Unternehmen bestätigten die von Präsident Topi beschriebenen positiven Trends, mahnten jedoch zusätzliche Verbesserungen in den Bereichen Rechtssicherheit sowie Transparenz in Verwaltungs- und Entscheidungsprozessen an. Gute und verlässliche Rahmenbedingungen seien entscheidend für ein nachhaltiges Engagement.

Vor diesem Hintergrund wurde die Unterzeichnung des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Albanien als positives Signal an potentielle Investoren gewertet. „Albanien befindet sich auf dem guten Weg der Erneuerung. Die deutsche Wirtschaft möchte Sie auf diesem Weg aktiv begleiten“, versicherte Hombach abschließend dem albanischen Staatspräsidenten. Die nächsten Schritte sind bereits geplant. Am 10. Juni 2010 wird der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit dem DIHK, der Deutsch-Albanischen Wirtschaftsgesellschaft,
dem OMV und weiteren Partnern in Hamburg den inzwischen vierten Deutsch-Albanischen Wirtschaftstag veranstalten.

Anja Quiring
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft