Aufschwung in Rumänien

24. Mai 2016

Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Harms zum Antrittsbesuch in Rumänien

Am 24. Mai 2016 reiste Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms zu einem Kurzbesuch nach Rumänien und traf dort mit Wirtschaftsminister Costin Borc zusammen, um aktuelle Themen der bilateralen Wirtschaftszusammenarbeit zu erörtern.

Rumänien, das ein politisch turbulentes Jahr 2015 hinter sich hat und bis Herbst 2016 von einer sogenannten Regierung der Technokraten unter dem neuen Premierminister und ehemaligen EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos geführt wird, hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende und positive Wirtschaftsentwicklung gezeigt. So wuchs die Wirtschaft 2015 im fünften Jahr in Folge. Die EBRD meldet für 2015 ein Wachstum von 3,8 Prozent, 2016 rechnet sie sogar mit einem Plus von vier Prozent. Der deutsch-rumänische Warenaustausch hat 2015 mit 22,6 Milliarden Euro einmal mehr einen Rekordwert erreicht - eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um mehr als acht Prozent.

Ziel der Wirtschaftspolitik seines Hauses, so Minister Borc, sei es, in Rumänien weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen zu arbeiten, um eine noch höhere Fertigungstiefe im Bereich der Industrieproduktion zu erreichen. Unerlässlich seien dabei die gemeinsamen Anstrengungen zur Implementierung der dualen Ausbildung sowie im Bereich Forschung und Entwicklung. Nur so sei eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu sichern. Mit Blick auf zukunftsträchtige Branchen gelte es, den Bereich IT-Entwicklung weiter auszubauen. Bereits jetzt liegt der Anteil dieser Branche am Bruttoninlandsprodukt (BIP) des Landes bei mehr als zwölf Prozent und soll in den kommenden Jahren auf einen Anteil von 15 bis 20 Prozent steigen.

Von dem, was bereits machbar ist, konnte sich Harms bei seinem Besuch im Global Technology Center der Deutschen Bank überzeugen. Vor seiner Abreise nach Belgrad, wo er anlässlich der Verabschiedung der neuen Generation der serbischen Stipendiaten im Rahmen des Zoran Djindjic Stipendienprogramms zu Gesprächen mit dem Präsidenten der serbischen Wirtschaftskammer zusammentraf, nutze Harms den Abend für ein Gespräch mit Vorstandsmitgliedern der Deutsch-Rumänischen Auslandshandelskammer über die aktuellen Probleme der Unternehmen vor Ort.

Anja Quiring
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft