5. Deutsch-Russische Gespräche Baden-Baden

5. Oktober 2012

Junge Führungskräfte aus Deutschland und Russland im intensiven Meinungsaustausch

Vom 08. bis 14. Oktober 2012 treffen sich 32 junge Führungskräfte aus Deutschland und Russland zu den 5. Deutsch-Russischen Gesprächen Baden-Baden. Das jährlich stattfindende Intensivseminar im Palais Biron wird vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt veranstaltet. Das Programm der sechs Seminartage steht unter der spannenden Leitfrage „So viel Markt wie möglich, so viel Staat wie nötig?“. Die Teilnehmer tauschen sich darüber aus, in welchem Verhältnis Staat, Wirtschaft und Bürger stehen sollten. 

Mit Bürokratiebelastung, Rechtsstaatlichkeit und Compliance, Bürgerschaftliches Engagement, Bürgerprotest, Corporate Citizenship sowie Maßnahmen gegen die demographische Herausforderung und den Fachkräftemangel stehen Fragen auf der Agenda, welche die russische und deutsche Gesellschaft gleichermaßen betreffen.

„Nachhaltig erfolgreiche Wirtschaftsbeziehungen erfordern gegenseitiges Verständnis und Vertrauen“, sagt Prof. Dr. Klaus Mangold, bis 2010 Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und Mitglied des Beirats der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden. „Bei den Deutsch-Russischen Gesprächen Baden-Baden vernetzen wir junge Führungskräfte, die in wenigen Jahren die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen maßgeblich beeinflussen werden. Davon werden beide Volkswirtschaften profitieren.“ 

„Unternehmen tragen in unserer globalen Welt große Verantwortung. Die Internationalität ihrer Mitarbeiter und ihre weltweiten wirtschaftlichen Beziehungen tragen sehr viel zur internationalen Verständigung bei. Gerade deshalb müssen sich global agierende Unternehmen mit sozialen Herausforderungen auseinandersetzen. Denn dann tragen sie entscheidend zur Entfaltung der Gesellschaft und zu einem konstruktiven Miteinander bei“, sagt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. 

„In einer Zeit hoher Veränderungsdynamik ist es eine wichtige Aufgabe von Stiftungen, der Gefahr der Orientierungslosigkeit entgegenzuwirken“, betont Jürgen Chrobog, Vorstandsvorsitzender der BMW Stiftung Herbert Quandt. „Begriffe wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Führungsverantwortung Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und Umweltbewusstsein sind daher Schlüsselthemen unserer Veranstaltungen für junge Führungskräfte“.

An den sechs Seminartagen geben Top-Manager, Unternehmensgründer, Politiker und Wirtschaftsexperten aus Russland und Deutschland in Fachvorträgen Denkanstöße und stehen den jungen Führungskräften als Gesprächspartner zur Verfügung.

So wird Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft und einer der bekanntesten Wirtschaftswissenschaftler Deutschlands, den Seminarteilnehmern seine Vorstellungen zum richtigen Verhältnis von Staat, Wirtschaft und Bürger präsentieren und damit einen Impuls für die anschließende einwöchige Seminararbeit geben.

Auch für die spannenden Themen der folgenden Seminartage konnte der Veranstalter zusammen mit den beiden Kooperationspartnern namhafte Referenten gewinnen. So wird mit Nikolaus Knauf, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses des bekannten Bauzulieferers Knauf Gips KG, eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit mit den Seminarteilnehmern darüber diskutieren, welche Aufgabenverteilung zwischen Markt und Staat sinnvoll ist.

Von russischer Seite wird unter anderen Ella Pamfilova, ehemalige Menschenrechtsbeauftragte des russischen Präsidenten, anreisen, um die aktuelle Frage zu erörtern, in welchem Umfang sich eine aktive Bürgergesellschaft in Russland entwickelt hat und welche Perspektiven bestehen. Mit Vadim Makhov, Chairman of Board of Directors des größten russischen Schwermaschinen- und Anlagenbau-Konzerns OMZ / Uralmash, wird den Seminarteilnehmern ein russischer TOP-Manager als weiterer Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Die Seminarteilnehmer erhalten bei einem Besuch der fischerwerke in Waldachtal-Tumlingen exklusive Einblicke in die Produktion des Weltmarktführers für Befestigungssysteme und automotive systems.

Der Unternehmensinhaber Professor E.h. Senator mult. E.h. Dipl.-Ing. (FH) Klaus Fischer wird die Seminarteilnehmer begrüßen und die beeindruckende Entwicklung der Unternehmensgruppe fischer vom schwäbischen Werkstattbetrieb zum international agierenden Mittelständler erlebbar machen.

Die Teilnehmer der 5. Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden werden im Anschluss an das Intensivseminar in das aktive Alumni-Netzwerk aufgenommen, welches dann etwa 150 junge Führungskräfte zählen wird. Zahlreiche Alumni reisen auch in diesem Jahr an den letzten beiden Seminartagen nach Baden-Baden, um sich mit den Teilnehmern des aktuellen Seminars zu vernetzen. Das jährliche Gesamttreffen aller Alumni wird im Juni 2013 in Moskau stattfinden.

Weitere Informationen zu den Deutsch-Russischen Gesprächen Baden-Baden sowie zum Veranstalter und den Kooperationspartnern finden Sie unter: http://deutsch-russische-gespraeche.de/